das Opfer
Kurz erklärt
Opfer (Substantiv) bedeutet: meist rituelle Gabe an einen Gott. Häufige Synonyme sind Null, Tote, Flasche.
Bedeutung
- meist rituelle Gabe an einen Gott
- etwas, das man abgibt oder spendet, so dass man selbst darauf verzichten muss
- jemand, der durch etwas Schaden erlitten hat
- (Schach) die freiwillige Hergabe eines Bauern oder einer Figur in der Erwartung, dadurch einen andersartigen (eventuell größeren) Vorteil zu erreichen (Kompensation erlangen)
- (pej., ugs.) angelehnt an [3], jemand, der schwach, dumm oder unterlegen ist
Beispielsätze
- Die Opfer, die in der Antike den Göttern dargebracht wurden, bestanden häufig aus Lebensmitteln oder Getränken.
- Auf die Rechte an seinen frühen Werken zu verzichten, war für den Künstler ein geringes Opfer.
- Zu den bizarren Pointen der furchtbaren Terrorserie in Frankreich zählt aber auch die Tatsache, dass Muslime nicht nur Täter und Opfer, sondern auch Helden geworden sind. Am Mittwoch war es der Polizist Ahmed Merabet, ein 42-jähriger muslimischer Familienvater, den die terroristischen Kouachi-Brüder brutal ermordeten.
- Er sucht sich seine Opfer gezielt aus.
- „Meine Großeltern und meine Urgroßmutter hatten schon 1930 ihre Heimat verlassen müssen, als immer mehr Muslime Opfer der Gewalt serbischer Nationalisten wurden.“
- „Die sichtbare Verwüstung schließe die Opfer der radioaktiven Verstrahlung nicht ein.“
Synonyme für Opfer
Deklination
| Nominativ Singular | Opfer |
|---|---|
| Nominativ Plural | Opfer |
| Genitiv Singular | Opfers |
| Genitiv Plural | Opfer |
| Dativ Singular | Opfer |
| Dativ Plural | Opfern |
| Akkusativ Singular | Opfer |
| Akkusativ Plural | Opfer |
Wortfeld
Unterbegriffe
Bittopfer, Blutopfer, Dankopfer, Gabenopfer, Gedenkopfer, Haaropfer, Menschenopfer, Pilgeropfer, Prozessionsopfer, Speiseopfer, Tieropfer, Totenopfer, Trankopfer, Versöhnungsopfer, VotivopferZeitopferAlkoholopfer, Anschlagsopfer, Betrugsopfer, Blutopfer, Brandopfer, Bürgerkriegsopfer, Entführungsopfer, Erdbebenopfer, Erpressungsopfer, Flugzeugabsturz-Opfer, Flutopfer, Folteropfer, Gewaltopfer, Herzinfarktopfer, Justizopfer, Kriegsopfer, KZ-Opfer, Lawinenopfer, Maueropfer, Missbrauchsopfer, Mobbingopfer, Mordopfer, Naziopfer, Prügelopfer, Selbstmordopfer, Seuchenopfer, Srebrenica-Opfer, Stalkingopfer, Stasiopfer/Stasi-Opfer, Terroropfer, Todesopfer, UFO-Opfer, Unfallopfer, Verbrechensopfer, Verbrennungsopfer, Vergewaltigungsopfer, ZufallsopferBauernopfer, Damenopfer, Gambit, Läuferopfer, Qualitätsopfer, Springeropfer, Turmopfer
Redewendungen und typische Verbindungen
- einer Sache zum Opfer fallen
- jemandem zum Opfer fallen
- Opfer aussuchen/bringen/darbringen, das Opfer zum Täter machen
- mit Substantiv: Opfer des Anschlags / des Faschismus / des Holocaust / des Krieges / des Nationalsozialismus / des Terrors
- mit Substantiv: die Angehörigen / die Hinterbliebenen der Opfer
- mit Substantiv: Gedenken an die Opfer
Herkunft
mittelhochdeutsch opfer, althochdeutsch opfar, belegt seit em 8. Jahrhundert, vom deutschen Verb opfern rückgebildet; dieses von kirchenlateinisch operārī ‚werktätig sein; einer religiösen Handlung als Opfer dienen‘ Jugendsprache der 2000er Jahre
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Reime auf Opfer
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.