der Narr
Kurz erklärt
Narr (Substantiv) bedeutet: (historisch) Gaukler und Spaßmacher an einem Fürstenhof oder komische Figur im Theater. Häufige Synonyme sind Horst, Idiot, Esel.
Bedeutung
- (historisch) Gaukler und Spaßmacher an einem Fürstenhof oder komische Figur im Theater
- Person, die (kostümiert) am Karneval/Fasching teilnimmt
- (veraltend, abwertend) ein Mensch, der sich unklug/unvernünftig verhält
- () jemand, der von jemandem oder von etwas besessen ist
Beispielsätze
- Der Narr unterhält seinen König.
- „Im Bug wackeln Narren mit den Schellenkappen und machen obszöne Gesten, die sich im Wandel der Jahrhunderte erstaunlich wenig gewandelt haben.“
- Der Fasching steht vor der Tür: die Zeit der Narren.
- Das hast du wirklich getan? Du bist doch ein Narr!
- „Wir Deutsche sind weichmütige Narren, und die Leiden eines alten, kranken, gedemütigten, wenn selbst bösartigen Feindes gehen uns ans Herz.“
- „Die Narren ziehen ab, ein Teil in die Wirtshäuser.“
Synonyme für Narr
Deklination
| Nominativ Singular | Narr |
|---|---|
| Nominativ Plural | Narren |
| Genitiv Singular | Narren |
| Genitiv Plural | Narren |
| Dativ Singular | Narren |
| Dativ Plural | Narren |
| Akkusativ Singular | Narren |
| Akkusativ Plural | Narren |
Wortfeld
Unterbegriffe
HofnarrAutonarr, Briefmarkennarr, Büchernarr, Eisenbahnnarr, Fahrradnarr, Fußballnarr, Frauennarr, Hundenarr, Katzennarr, Modenarr, Pferdenarr, Sportnarr, Stricknarr, Waffennarr, Wäschenarr
Redewendungen und typische Verbindungen
- schwäbisch: dem Narren übers Säcklein kommen – verrückt, ein Idiot sein
- den Narren stechen/bohren – durch Mimik, Gestik gegenüber jemanden andeuten, dass man ihn für einen Narren hält
- der Narr muss ein Abzeichen haben
- einen Narren an jemandem gefressen haben/einen Narren an etwas gefressen haben
- ein Narr auf eigene Hand sein – nach J. W. Goethe „Den Originalen“, ein Narr auf eigene Faust
Herkunft
Das Wort geht zurück auf mittelhochdeutsch ' und althochdeutsch ; die Herkunft des Substantivs ist ungeklärt, es ist allerdings nur im deutschen Sprachraum zu finden; das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.