Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Narr

Substantiv, maskulin[naʁ]NarrTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Narr (Substantiv) bedeutet: (historisch) Gaukler und Spaßmacher an einem Fürstenhof oder komische Figur im Theater. Häufige Synonyme sind Horst, Idiot, Esel.

Bedeutung

  1. (historisch) Gaukler und Spaßmacher an einem Fürstenhof oder komische Figur im Theater
  2. Person, die (kostümiert) am Karneval/Fasching teilnimmt
  3. (veraltend, abwertend) ein Mensch, der sich unklug/unvernünftig verhält
  4. () jemand, der von jemandem oder von etwas besessen ist

Beispielsätze

  • Der Narr unterhält seinen König.
  • „Im Bug wackeln Narren mit den Schellenkappen und machen obszöne Gesten, die sich im Wandel der Jahrhunderte erstaunlich wenig gewandelt haben.“
  • Der Fasching steht vor der Tür: die Zeit der Narren.
  • Das hast du wirklich getan? Du bist doch ein Narr!
  • „Wir Deutsche sind weichmütige Narren, und die Leiden eines alten, kranken, gedemütigten, wenn selbst bösartigen Feindes gehen uns ans Herz.“
  • „Die Narren ziehen ab, ein Teil in die Wirtshäuser.“

Synonyme für Narr

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularNarr
Nominativ PluralNarren
Genitiv SingularNarren
Genitiv PluralNarren
Dativ SingularNarren
Dativ PluralNarren
Akkusativ SingularNarren
Akkusativ PluralNarren

Wortfeld

Unterbegriffe

HofnarrAutonarr, Briefmarkennarr, Büchernarr, Eisenbahnnarr, Fahrradnarr, Fußballnarr, Frauennarr, Hundenarr, Katzennarr, Modenarr, Pferdenarr, Sportnarr, Stricknarr, Waffennarr, Wäschenarr

Redewendungen und typische Verbindungen

  • schwäbisch: dem Narren übers Säcklein kommen – verrückt, ein Idiot sein
  • den Narren stechen/bohren – durch Mimik, Gestik gegenüber jemanden andeuten, dass man ihn für einen Narren hält
  • der Narr muss ein Abzeichen haben
  • einen Narren an jemandem gefressen haben/einen Narren an etwas gefressen haben
  • ein Narr auf eigene Hand sein – nach J. W. Goethe „Den Originalen“, ein Narr auf eigene Faust

Herkunft

Das Wort geht zurück auf mittelhochdeutsch ' und althochdeutsch ; die Herkunft des Substantivs ist ungeklärt, es ist allerdings nur im deutschen Sprachraum zu finden; das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.