Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Esel

Substantiv, maskulin[ˈeːzl̩]EselTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Esel (Substantiv) bedeutet: (Zoologie) zur Gattung der Pferde gehörendes (männliches) Huftier, das ein (je nach Art / Unterart) graues bis braunes, fahlgelbes bis ockerfarbenes oder rötliches bis rotbraunes Fell mit dunklem Aalstrich, eine kurze, aufrecht stehende Nackenmähne, lange Ohren und einen Quastenschwanz besitzt und dessen domestizierte Vertreter als Nutz-, Last- und Reittier dienen (Asinus). Häufige Synonyme sind Tor, Horst, Idiot.

Bedeutung

  1. (Zoologie) zur Gattung der Pferde gehörendes (männliches) Huftier, das ein (je nach Art / Unterart) graues bis braunes, fahlgelbes bis ockerfarbenes oder rötliches bis rotbraunes Fell mit dunklem Aalstrich, eine kurze, aufrecht stehende Nackenmähne, lange Ohren und einen Quastenschwanz besitzt und dessen domestizierte Vertreter als Nutz-, Last- und Reittier dienen (Asinus)
  2. (sal.) jemand, der dumm, einfältig, unbeholfen, ungeschickt sowie, mitunter, störrisch ist oder ähnliche für das unter [1] beschriebene Tier typisch geltende Eigenschaften besitzt; jemand, der (aus Unvermögen, Menschen oder Umstände richtig einzuschätzen), töricht handelt
  3. (schülerspr., vatd.) schlechtester Schüler einer Klasse
  4. (ugs., vatd., scherzh.) durch das Treten von Pedalen angetriebenes Fahrzeug mit zwei in einer Spur hintereinander angebrachten Rädern
  5. (ugs., vatd., scherzh.) durch einen Motor angetriebenes Fahrzeug mit zwei in einer Spur hintereinander angebrachten Rädern; zweirädriges Kraftfahrzeug
  6. (ugs., vatd.) Gebäude oder Anstalt, in dem Personen, die vom Gericht zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt wurden, unter Verschluss gehalten werden; Ort des Arrests, Ort der Haft
  7. (va.) der Bestrafung (besonders beim Militär und in Schulen) dienendes nach oben hin spitzwinklig zulaufendes Gestell (in Form eines stilisierten Eselsrückens), auf das sich die zu Strafenden setzen mussten

Beispielsätze

  • Wir ritten auf Eseln zur Wartburg hinauf.
  • „Das Wiehern eines Esels in der Nacht: Wie der erste Versuch auf einem Cello! findet Sabeth, ich finde: Wie eine ungeschmierte Bremse! Sonst Totenstille; die Hunde sind endlich verstummt, seit sie unsere Schritte nicht mehr hören.“
  • „Oder es waren halbzerfallene Katen, in denen ich höchstens meine Esel und Ziegen unterbringen könnte.“
  • „Die Türkei hat jetzt schon die höchsten [Energiepreise] Europas. […] So kommt es, dass einige Türken gleich den Traktor stehen lassen und auf den Esel umsatteln. 2008 stieg der anatolische Esel sogar zum türkischen Luxusgut auf. Denn innerhalb eines Jahres kletterte der Preis für das störrische Nutztier von umgerechnet 26 auf bis zu 180 Euro, wie die türkische Tageszeitung Zaman berichtete.“
  • „Dabei ist das Umfeld der biblischen Kleinfamilie ganz schön bunt: Da sind einige Hirten mit ihren Hirtenjungen und Schafen dabei, Ochse und Esel und dann noch drei Männer, Astronomen, Sterndeuter, die von weit her kommen.“
  • „Esel, Pferde und Hunde halten engste Gemeinschaft mit den Menschen.“

Synonyme für Esel

TorHorstIdiotTrottelDeppSimpelNarrVollidiotDummkopfSpatenKamelVollpfostenvolkstümlich: Gevatter Langohr, großes Langohr, Hans Langohr(ugs.) dem lieben Gott sein Reittier, Grautier

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularEsel
Nominativ PluralEsel
Genitiv SingularEsels
Genitiv PluralEsel
Dativ SingularEsel
Dativ PluralEseln
Akkusativ SingularEsel
Akkusativ PluralEsel

Wortfeld

Oberbegriffe

Huftier, UnpaarhuferMensch, PersonFahrzeug, ZweiradStrafsitz

Unterbegriffe

nach Art und UnterartWildesel (Asinus)Afrikanischer Esel / Echter Esel (Equus asinus)Hausesel (Equus asinus asinus)Asiatischer Esel / Halbesel / Pferdeesel (Equus hemionus)† Syrischer Halbesel / Syrischer Wildesel / Syrischer Onager / Hemippe (Equus hemionus hemippus)

Redewendungen und typische Verbindungen

  • alter Esel
  • dastehen wie Buridans Esel
  • den Esel zu Grabe läuten
  • der Esel bricht durch / der Esel fährt raus / der Esel guckt raus
  • ein Esel in der Löwenhaut
  • ein bockiger, störrischer, sturer Esel
  • ein Esel brüllt, iaht, schreit, wiehert
  • Esel grasen, weiden
  • Esel füttern, tränken

Herkunft

Die Bezeichnung geht über mittelhochdeutsches ' auf das seit dem 9. Jahrhundert belegte althochdeutsche ' zurück und beruht wie altsächsisches , mittelniederdeutsches , mittelniederländisches , niederländisches , altenglisches / und gotisches auf einer sehr frühen Entlehnung aus dem lateinischen , die im Germanischen mit Ersatz des Suffixes zu der (nicht belegten, aber angenommenen) Lehnform *asiluz geführt haben müsse. Eine Entlehnung aus der spätlateinischen Verkleinerungsform ' kann nicht ausgeschlossen werden, ist jedoch wohl kaum wahrscheinlich. (Dagegen gehen altenglisches ' und englisches ' über keltische, und altnordisches ' über altfranzösische Vermittlung auf lateinisches ' zurück.) Die lateinische Bezeichnung des Tieres ist selbst ein Lehnwort und dürfte ebenso wie die altgriechische, , und die armenische, , (wenn auch unabhängig voneinander) aus einer Substratsprache, vermutlich einer kleinasiatischen Sprache aus der südlich des Schwarzen Meeres gelegenen Region, stammen und von dort durch thrakisch-illyrische Vermittlung in die anderen Sprachen gelangt sein.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.