Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Keks

Substantiv, maskulin[keːks]KeksTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Keks (Substantiv) bedeutet: (kPl., besonders, Deutschland, Österr.) süße, kleine, flache (trockene) Backware. Häufige Synonyme sind Biskuit, Kräcker.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (kPl., besonders, Deutschland, Österr.) süße, kleine, flache (trockene) Backware
  2. (besonders, Deutschland, Österr.) Stück der unter [1] beschriebenen Backware
  3. (Deutschland, soldatenspr., vatd.) Dienstgradabzeichen eines Offiziers in Form eines (stilisierten) Sternes

Beispielsätze

  • „Karl verteilte eine Rolle Keks.“
  • „Man knabbert ein wenig Keks oder Konfekt, plaudert und wartet auf das Konsumlieferauto.“
  • „Ich […] hatte mich für mein Unternehmen mit Keks und Schokolade für drei Tage versehen –, und machte mich marschfertig.“
  • „Es gibt zweimal die Flasche, einen Obstbrei, einen Gemüsebrei und zwischendurch Apfel- oder Birnensaft. Die Zutaten müssen weiterhin im Mixer zerkleinert werden. In dieser Beziehung ist er empfindlich. Bei Keks, Zwieback oder Brot verschluckt er sich, würgt und hustet.“
  • „In Margarine oder Butter geschwenkte Mohrrüben zum Mittagessen sind also besonders für ein Kind gesünder als die roh gekauten Mohrrüben. Zu ihrer Ehrenrettung: Sie sind natürlich auf jeden Fall besser als Keks und Süßigkeiten, sie kräftigen das Gebiß und verhelfen zu einer guten Verdauung.“
  • Es gab Kekse zum Kaffee bei Großmutters Geburtstag.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (sal.) (durch den Hals mit dem Torso verbundener) oberster Körperteil eines Menschen
  2. (sal.) jemand, der nicht recht bei Verstand ist, der unsinnige Gedanken, Vorstellungen hat, äußerst; jemand, der durch seine (vor allem als skurril, sonderbar, spleenig empfundene) Art und Verhaltensweise auffällt
  3. (kPl., sal.) unsinniges (und als lästig empfundenes) Gerede

Beispielsätze

  • „‚Mach dich vom Acker‘, zischt ein Mann mit grauer toupierter Mähne, ‚sonst gibt’s was auf den Keks!‘“
  • „Kurze Zeit später zischelt, faucht, hetzt und droht es schneidend scharf aus einem knappen Dutzend Mündern durch den Raum: ‚Geh mir aus dem Weg!‘, ‚Verzisch dich!‘, ‚Ey du Keks, was willst du denn?!‘, ‚Hast du ein Problem?‘“
  • „Was ist denn so ein Zeugnis schon, sagt die mit den gebleichten Haaren, ungerechte Zahlen, beurteilt von so einem Keks.“
  • Die erzählen doch alle nur Keks.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (Deutschland, EDV-Jargon) entweder vom Webserver an den Browser gesendeter oder im Browser von einem Skript (JavaScript) erzeugter Datensatz, der im Browser auf dem Endgerät des Benutzers zu einer besuchten Webseite gespeichert werden kann

Beispielsätze

  • „Schon ist mein Rechner wieder verstrickt ins Netz der Kekse. verfolgt mich wie zuvor über 40 Websites.“

Synonyme für Keks

BiskuitKräckerBrasilien (Rio Grande do Sul): BolaschSchweiz, Südafrika (KwaZulu-Natal, südliches Mpumalanga: Piet Retief): BiscuitOffiziersstern

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ Singular 1Keks
Nominativ Singular 2Keks
Nominativ Plural 1Keks
Nominativ Plural 2Kekse
Genitiv Singular 1Keks
Genitiv Singular 1*Kekses
Genitiv Singular 2Keks
Genitiv Singular 2*Kekses
Genitiv Plural 1Keks
Genitiv Plural 2Kekse
Dativ Singular 1Keks
Dativ Singular 1*Kekse
Dativ Singular 2Keks
Dativ Singular 2*Kekse
Dativ Plural 1Keks
Dativ Plural 2Keksen
Akkusativ Singular 1Keks
Akkusativ Singular 2Keks
Akkusativ Plural 1Keks
Akkusativ Plural 2Kekse

Wortfeld

Oberbegriffe

Backware, Dauerbackware, Dauergebäck, Feinbackware, Feingebäck, KleingebäckGebäckstückDienstgradabzeichen, Stern

Unterbegriffe

Bruchkeks, Butterkeks, Dattelkeks, Doppelkeks, Erdnussbutterkeks, Haferkeks, Hartkeks, Lieblingskeks, Mariekeks, Patisserie-Keks, Schokokeks / Schokoladenkeks, Vollkornkeks, WeihnachtskeksBärentatze, Cookie, Cracker / Kräcker, Heidesand, Löffelbiskuit, Sablé, Schwarz-Weiß-Gebäck, Shortbread, Spekulatius, SpritzkringelHundekeksAnstandskeks, Glückskeks, Haschischkeks / Haschkeks

Redewendungen und typische Verbindungen

  • salopp: einen feuchten Keks im Schuh haben
  • salopp: jemanden einen feuchten Keks angehen
  • sich einen Keks freuen
  • sich freuen wie Keks / sich freuen wie ein Keks
  • salopp: trocken wie ein Keks
  • Keks backen, essen
  • eine Büchse, Dose, Rolle, Schachtel, Tüte Keks
  • leckere, nahrhafte, runde, salzige, selbstgebackene, süße, trockene, weiche Kekse
  • Kekse anbieten, backen, servieren, stibitzen

Herkunft

Bei dem Wort handelt es sich um eine im 19. Jahrhundert (Leibniz-Cakes 1889) erfolgte Entlehnung des englischen ' ‚Kuchen-, (süße) Gebäckstücke, kleine Kuchen‘, der Pluralform von ' ‚Kuchen, (süßes) Gebäck‘. Dieses geht wahrscheinlich auf altnordisches ' zurück (vergleiche isländisches , schwedisches ' und dänisches ') und steht somit im Ablaut zu deutschem . Im Deutschen wird Cakes zunächst zu Keeks (1905) und dann zu Keks eingedeutscht, Singularform Keek oder Kek, die in den 1920er Jahren sporadisch bezeugt sind, werden nicht angenommen. Vielmehr wird Keks als Singular empfunden und eine neue Pluralform (Kekse 1911) hinzugebildet.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.