die Hexe
Hexe (Substantiv) bedeutet: (Volksglauben, Mythologie) weibliches, bösgesinntes und dämonisches Märchen- oder Sagenwesen zumeist in Gestalt einer hässlichen, zauberkräftigen Greisin mit einem Buckel und einer langen, krummen Nase, die Schadenszauber auf den Menschen ausüben kann und mit dem Teufel durch einen Pakt oder Buhlschaft verbündet ist. Häufige Synonyme sind Mensch, Bitch, Luder.
Bedeutung
- (Volksglauben, Mythologie) weibliches, bösgesinntes und dämonisches Märchen- oder Sagenwesen zumeist in Gestalt einer hässlichen, zauberkräftigen Greisin mit einem Buckel und einer langen, krummen Nase, die Schadenszauber auf den Menschen ausüben kann und mit dem Teufel durch einen Pakt oder Buhlschaft verbündet ist
- (hist.) (weibliche) Person, die angeblich Zauberkräfte besitzen und mit dem Teufel verbündet sein soll
- () Anhänger einer neopaganen Religion oder Tradition; Anhänger des Hexentums
- (abw.) (betagte) weibliche Person, die als bösartig, zänkisch, unangenehm (und hässlich) empfunden wird
- (ugs.) weibliche Person, die betörend, verführerisch auf jemanden wirkt
- (ugs.) geliebte, weibliche Person; weibliche Person, mit der jemand (außerhalb der Ehe) eine sexuelle Beziehung hat
- (ugs.) kleines Mädchen
- (Technik) für Baumaterialien bestimmter Aufzug
Beispielsätze
- „Maika ist eine Hexe.“
- „Hexen waren angeblich Giftmischerinnen, verübten Schadenszauber und geisterten übers Land.“
- „Glaubst du, fragte sie, daß Hänsel und Gretel zusammengeblieben sind, nachdem sie die Hexe verbrannt haben?“
- „Sämtliche waren unschuldige Opfer der allgemeinen Angst.“
- „Ich denke mir, daß dort eine barmherzige Frau als Hexe verbrannt würde, eine Frau, die es nicht für Geld und nicht aus Leidenschaft für den Mann tut, nur aus Barmherzigkeit mit der männlichen Natur.“
- „Zwei von ihnen sind Urururururururururururururgroßneffen einer Hexe.“
Synonyme für Hexe
Deklination
| Nominativ Singular | Hexe |
|---|---|
| Nominativ Plural | Hexen |
| Genitiv Singular | Hexe |
| Genitiv Plural | Hexen |
| Dativ Singular | Hexe |
| Dativ Plural | Hexen |
| Akkusativ Singular | Hexe |
| Akkusativ Plural | Hexen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- voll wie eine Hexe
- eine alte, böse, bucklige, garstige, hässliche Hexe; jemand wurde von einer Hexe verzaubert, jemand wurde von einer Hexe in ein Tier verwandelt
- jemand als Hexe verfolgen, verschreien; Hexen austreiben, verbrennen
Herkunft
Das Wort geht über die mittelhochdeutschen Formen ' und ' auf die ab dem 10. Jahrhundert bezeugten althochdeutschen Formen , , , , , , , , , sowie ' und ' zurück und zeigt zusammen mit den mittelniederländischen Formen , , , den altenglischen Formen , , ' sowie deren moderne Formen ' und ' in ihrer unterschiedlichen Lautgestalt offensichtlich affektisch bedingte Veränderungen und Verkürzungen. Es scheint sich um eine nur auf das Westgermanische beschränkte, verdunkelte Zusammensetzung (Kompositum) zu handeln, deren Bestimmungswort aus dem unter Hag behandelten Substantiv besteht, das für ‚Hecke, Gehege, Zaun‘ stand und das an das Gehöft angrenzende, aber nicht mehr voll zu ihm gehörende Gebiet bezeichnete. Das Grundwort, das bis heute nicht sicher gedeutet ist, gehört vielleicht mit dem mundartlich norwegischen ' ‚Elfe; verkrüppelte oder zerzauste Frau‘ zusammen. Ebenso wird es allgemein mit norwegischem ' ‚Gespenst‘, litauischem , altslawischem , russischem ‚Geist, Hauch, Atem‘, mittelhochdeutschem ' ‚Gespenst‘, gallischem ' ‚Dämon‘ sowie westfälischem ' ‚Teufel‘ in Verbindung gebracht, so dass ein Anschluss an die indoeuropäische s-Erweiterung *dheus-, *dhū̌s- der indoeuropäischen Wurzel *dheu-, *dheu̯ə- in Wörtern für ‚stieben, stäuben, wirbeln; verwirrt, betäubt, albern; blasen, keuchen; Geist, Gespenst‘ möglich ist (vergleiche dösig, Dunst, Tier). Unter Hexe wäre demnach also ein dämonisches Wesen zu verstehen, das – nach altnordischem / und dem seit dem 14. Jahrhundert bezeugten mittelhochdeutschen ' ‚Zaunreiterin, Hexe‘ zu schließen –, auf Zäunen (oder Dachfirsten) lauernd, die eingehegte geschützte Wohnstätte zu gefährden sucht. Andere erschließen ein germanisches *hagahatusī, sehen im zweiten Bestandteil eine aus dem Partizip Präteritum von hassen hervorgegangene Bildung und interpretieren das Kompositum als eine Art ‚Walddämon‘, wobei die althochdeutsche Kurzform ' als Repräsentation des zweiten Gliedes gelten könnte. Jan de Vries hält eine Beziehung des Grundwortes zu den altenglischen Formen , , zu englischem , dänischem ' sowie schwedischem ' ‚Kröte‘ für möglich, da auch der Kröte die Fähigkeit zugeschrieben wird, Krankheiten zu verursachen und die Gestalt zu wechseln.
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Reime auf Hexe
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