die Heuschrecke
Heuschrecke (Substantiv) bedeutet: (Entomologie) Vertreter einer Ordnung flugfähiger Insekten, die sich vor allem von Gräsern und anderer Vegetation ernährt (Orthoptera). Häufige Synonyme sind Zocker, Grashüpfer, Spekulant.
Bedeutung
- (Entomologie) Vertreter einer Ordnung flugfähiger Insekten, die sich vor allem von Gräsern und anderer Vegetation ernährt (Orthoptera)
- (übertragen, abwertend) Finanzinvestor, der Unternehmen beziehungsweise deren Mitarbeiter durch kurzfristige und/oder überzogene Renditeziele schädigt
Beispielsätze
- Heuschrecken findet man oft in Wiesen.
- „Unmittelbar am Abhang aber standen Libellen in der Luft, und kleine graue Heuschrecken, die sich in der Morgenkühle von Feld und Wiese her bis an den Waldrand gewagt haben mochten, sprangen jetzt, bei sich steigernder Tagesglut, in die kühlere Kleewiese zurück.“
- „Als sie im ersten Jahr ihr Korn ausgesät hatten, kamen Heuschrecken wie Regen in einem Wolkenbruch.“
- Der Schwede hat den Lastwagen- und Maschinenbaukonzern immerhin erst vor der Übernahme und Zerschlagung durch Heuschrecken gerettet und dann noch zu Rekordgewinnen geführt. (Internetbeleg)
- „Damit soll das wiederentdeckte Instrument der Verstaatlichung gleich zwei Heuschrecken in die Flucht treiben: den ausländischen Investor und den deutschen (Bank-)Manager, der es mit seiner Bereicherungswut ein wenig zu weit getrieben und uns diese böse Krise beschert hat.“
Synonyme für Heuschrecke
Deklination
| Nominativ Singular | Heuschrecke |
|---|---|
| Nominativ Plural | Heuschrecken |
| Genitiv Singular | Heuschrecke |
| Genitiv Plural | Heuschrecken |
| Dativ Singular | Heuschrecke |
| Dativ Plural | Heuschrecken |
| Akkusativ Singular | Heuschrecke |
| Akkusativ Plural | Heuschrecken |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Herkunft
Mittelhochdeutsch höuschrecke, höuschricke, aus althochdeutsch hewiscrecko, Determinativkompositum aus hewi ‚Heu‘ und screcko ‚Hüpfer, Springer‘, Substantivbildung zu screckōn ‚umherspringen, aufwallen, hervorblitzen, zurückprallen‘ (wovon schrecken). Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt. Geprägt durch den damaligen deutschen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering, der im Herbst 2004 in einem Vortrag die Metapher der „Heuschreckenschwärme“ aufgriff, die „im Vierteljahrestakt Erfolg messen, Substanz absaugen und Unternehmen kaputtgehen lassen, wenn sie sie abgefressen haben“.
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Reime auf Heuschrecke
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