das Haus
Haus (Substantiv) bedeutet: zu einem bestimmten Zweck erbautes Gebäude. Häufige Synonyme sind Familie, Heim, Geschlecht.
Bedeutung
- zu einem bestimmten Zweck erbautes Gebäude
- zum Wohnen dienendes und genutztes Gebäude
- aus mehreren Räumen bestehender, abgetrennter Bereich innerhalb eines unter [2] beschriebenen Gebäudes, in dem sich eine oder mehrere Personen ständig aufhalten können, leben
- (ugs.) Gesamtheit der Bewohner in dem unter [2] beschriebenen Gebäude
- Gesamtheit der Personen, die sich in einem bestimmten Amt, in einer bestimmten Stellung oder Tätigkeit in einem unter [1] beschriebenen Gebäude aufhalten oder dort einer Beschäftigung nachgehen
- gesetzgebende Körperschaft der Volksvertretung
- (gehoben) im selben unter [2] beschriebenen Gebäude/im selben unter [3] beschriebenen Bereich lebende Gemeinschaft aus einem Elternpaar oder einem Elternteil samt mindestens einem Kind
- Hauswesen der unter [7] beschriebenen Gemeinschaft
Beispielsätze
- „‚Wir dürften in München die größte Auswahl haben‘, sind sie überzeugt und auch davon, dass ihr Haus besten Service bietet.“
- „Was macht denn so ein IOC-Mitglied? Es besucht kandidierende Möchtegern-Olympiastädte. Kostenloses Reisen, Beherbergung in den nobelsten Häusern, festliche Anlässe, piekfeine Verpflegung, Geschenke (keine Bestechung versteht sich) entgegennehmen und schlussendlich eine fast unkündbare Anstellung auf Lebzeiten geniessen… Keine Frage, wer es in dieses Gremium schafft, hat ausgesorgt.“
- „Bei Bedarf bekommen sie eine Brille angepasst - auf Kosten des Hauses.“
- „Wer noch mehr Anwendungen will, dem stehen zusätzliche Kuren, Massagen und Spezialitäten des Hauses zur Auswahl.“
- „»[…] Ich bedauere, er ist zurzeit nicht im Haus, und ich kann Ihnen leider nicht sagen, wann er wieder zurück sein wird.« »Das verstehe ich nicht. Sie wissen nicht, wo Ihr Chef ist und wann er wieder im Büro sein wird?«“
- Das Haus steht seit 1898.
Synonyme für Haus
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Haus |
|---|---|
| Nominativ Plural | Häuser |
| Genitiv Singular | Hauses |
| Genitiv Plural | Häuser |
| Dativ Singular | Haus |
| Dativ Singular* | Hause |
| Dativ Plural | Häusern |
| Akkusativ Singular | Haus |
| Akkusativ Plural | Häuser |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- auf jemanden Häuser bauen können
- das europäische Haus/das gemeinsame Haus Europa
- Einfälle haben wie ein altes Haus
- erstes Haus am Platz/erstes Haus am Platze
- etwas auf den Tisch des Hauses legen
- ein Haus abbrechen, abreißen, anstreichen, (wieder) aufbauen, aufstocken, bauen, eindecken, einreißen, einrüsten, errichten, instand halten/in Stand halten, niederreißen, unterkellern, verputzen; ein abbruchreifes, baufälliges, einsturzgefährdetes Haus; ein abgelegenes, (ganz) frei stehendes Haus; ein einstöckiges, zweistöckiges, dreistöckiges und so weiter, mehrstöckiges, festes, großes, kleines, schmales unterkellertes Haus; ein Haus steht leer, kommt zum Verkauf/steht zum Verkauf
- [1–3] ein altes, marodes, neues, schönes, verkommenes, verwahrlostes Haus; ein einsames, unheimliches Haus; ein benachbartes Haus (); ein günstiges, preiswertes, überteuertes, unerschwingliches Haus (); ein Haus isolieren, modernisieren, renovieren, restaurieren, sanieren, streichen, umbauen; ein Haus besichtigen, besitzen, beziehen, erben, kaufen, mieten, verkaufen, vermieten, verwalten; ein (leer stehendes) Haus besetzen, Jargon: instand besetzen / in Stand besetzen; in ein Haus eindringen; in das Haus gehen, treten; sich ein Haus ansehen, aussuchen
- ein eigenes Haus (am Meer, Strand; an der See; auf dem Land; im Grünen; im Wald; in den Bergen; in der Stadt) besitzen, bewohnen; ein alt eingeführtes, gutgeführtes Haus; das elterliche (mütterliche, väterliche) Haus erben, vererben, vererbt bekommen; einen Schritt vors Haus gehen, tun; (noch) keinen Schritt vors Haus getan haben
- ein armseliges, (geschmacklos, geschmackvoll) eingerichtetes, möbliertes (halbmöbliertes, unmöbliertes), stilvolles Haus; aus dem/einem Haus ausziehen; in das/ein Haus einziehen, ziehen; jemand (Kind) fegt, flitzt, jagt, prescht, rennt, saust, tigert, wieselt durchs Haus; jemandem das/sein Haus öffnen, verbieten; jemanden (Gäste) durch das (ganze) Haus führen; Haus an Haus wohnen; von Haus zu Haus gehen, laufen, ziehen; (täglich) (um x Uhr) aus dem Haus gehen, müssen; das Haus (immer/stets, regelmäßig) (um x Uhr) verlassen
Herkunft
Bei dem Wort handelt es sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Erbwort, dessen althochdeutsche Form ' ‚house; family‘ ‚Versteck, Höhle, Tiefe‘ und seiner Verwandtschaft denkbar, aber nicht naheliegend. Andererseits wird im Sinne von ‚Bedeckendes‘ ein Anschluss an die (nicht belegte, aber erschlossene) indoeuropäische Wurzel *(s)keus- angenommen (wozu auch »Hose« und »Hort« gehören), bei der es sich ihrerseits um eine s-Erweiterung der weitverbreiteten (erschlossenen) indoeuropäischen Wurzelformen *(s)keu-, *(s)keu̯ə-, *(s)kū- ‚bedecken, umhüllen‘ (siehe »Haut«, »Hode«, »Hütte«, »Scheune«, »Schuh«) handeln solle.
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Reime auf Haus
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Rang 250 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 5,41. Damit gehört es zum Grundwortschatz, den jede Deutschlernende und jeder Deutschlernende als Erstes braucht. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.