Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der/die Gest

Substantiv, der/die[ɡɛst]GestTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Gest (Substantiv) bedeutet: landschaftlich, besonders Norddeutschland veraltend, Südafrika (KwaZulu-Natal) selten: eine mit Hefepilzen durchsetzte Substanz, die verwendet wird als ein Gärprozess einleitendes Mittel bei der Herstellung bestimmter (alkoholischer) Getränke und als dem Teig beigegebener Stoff, der das Aufgehen/Treiben von Teig für bestimmte Backwaren bewirkt. Häufige Synonyme sind Hefe, Germ, Bierhefe.

Bedeutung

  1. landschaftlich, besonders Norddeutschland veraltend, Südafrika (KwaZulu-Natal) selten: eine mit Hefepilzen durchsetzte Substanz, die verwendet wird als ein Gärprozess einleitendes Mittel bei der Herstellung bestimmter (alkoholischer) Getränke und als dem Teig beigegebener Stoff, der das Aufgehen/Treiben von Teig für bestimmte Backwaren bewirkt

Beispielsätze

  • „Nachdem man den trocknen Gest in ein wenig lauwarmer Milch und einem Löffelvoll feinem Zucker aufgelöst und das durchgesiebte, amerikanische oder sonstige Weizenmehl bester Sorte eine halbe Stunde durch und durch ein wenig erwärmt hat, schüttet man dasselbe in eine warm gemachte irdene Kumme, giebt die Eidotter, den lauwarmen Rahm oder gute Milch, den aufgelösten Gest, Zucker, Salz, nebst der ausgewaschenen, in Stücke gepflückten Butter dazu, mengt mit einem breiten Messer Alles gehörig durcheinander, nimmt dann einen Holzspaten oder hölzernen Löffel und schlägt damit den Teig so lange, bis dieser sich in die Höhe ziehen läßt und glatt vom Spaten und von der Kumme ablöst, was wohl zehn Minuten erfordert, worauf man unter und über den Teig in die Kumme ein wenig Mehl streut und ihn eine bis zwei Stunden an einem warmen Orte aufgehen läßt.“
  • „Wurde der Pfannkuchen nur mit lauwarmem Wasser und Salz, ohne Milch, angerührt, so wurde Bärme (Gest) oder, wenn diese nicht zu erhalten war, etwas Sauerteig zugesetzt, und das Aufgehen dauerte länger.“
  • „Die Gest (Hefe) – etwa 1–1½ Pfund – wurde beim Händler gekauft und in einem hölzernen Napf angesetzt.“
  • „1 Pfd. Mehl und zwei Eßlöffel Gest vermische man mit einer Theetasse warmen Wassers, lasse es aufgehen, und knete es dann zu einem dicken Teig.“

Synonyme für Gest

HefeGermBierhefeBäckerhefeBackhefeGärmittelGärungsstoffBärmeDeutschland, Schweiz, Westösterreich (Vorarlberg): HefeNorddeutschland: BärmeSüdostdeutschland, Österreich: GermSüdafrika (KwaZulu-Natal): Yeastveraltet und/oder noch landschaftlich: Berme, Gärm, Gäscht, Gäst, Gescht, Gischt, Gohre, Göhre, Jäscht, Jäst, Jest

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ Singular 1Gest
Nominativ Singular 2Gest
Genitiv Singular 1Gestes
Genitiv Singular 1*Gests
Genitiv Singular 2Gest
Dativ Singular 1Gest
Dativ Singular 2Gest
Akkusativ Singular 1Gest
Akkusativ Singular 2Gest

Wortfeld

Oberbegriffe

Stoff, SubstanzGärmittel, Treibmittel

Herkunft

Einer Quelle zufolge handelt es sich um ein Erbwort aus dem mittelhochdeutschen ' ‚(gärender) Schaum‘ (vergleiche gleichbedeutend mittelniederdeutsches '), welches eine Nebenform von ' (siehe »Gischt«) ist.; vergleiche auch schwedisch jäst (altschwedisch iaester), niederländisch gist, gest und englisch yeast, sanskrit yasati; aus germanisch *jas-, von indogermanisch jes- Eine andere, ältere, Quelle hält das Wort für ein Verbalsubstantiv zu gären.

Aussprache üben

Hör dir das Wort an, sprich es nach und lass den Browser prüfen, ob es erkannt wird. Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen.

Reime auf Gest

Alle Reime →

Wie häufig ist „Gest“?

Rang 11.004 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 3,42. Ein eher seltenes Wort, das in Fachtexten, Literatur oder gehobener Sprache vorkommt. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.

Wörter in der Nähe

Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.