gemein
gemein (Adjektiv) bedeutet: (veraltend) eine Eigenschaft habend, die mehreren gemeinsam ist. Häufige Synonyme sind einfach, schlecht, normal.
Bedeutung
- (veraltend) eine Eigenschaft habend, die mehreren gemeinsam ist
- (herablassend, veraltend) einfach und gewöhnlich; nicht besser als der Durchschnitt
- (abwertend) vulgär; von niederer Gesinnung
- () dem anderen übelwollend, fies, schofel
- (verstärkend) sehr; intensiv oder schmerzhaft
Beispielsätze
- All diesen Leuten ist die Muttersprache Deutsch gemein.
- Hier wächst eine Gemeine Schlüsselblume.
- Das hab' ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, […] (der Journalist Hans-Joachim Friedrichs zum Thema Journalismus)
- Das gemeine Volk, also die einfachen Leute, die sagen da was ganz anderes.
- Die gemeine Gossensprache ist vulgär.
- Wie gemein von dir!
Synonyme für gemein
Steigerung
| Positiv | gemein |
|---|---|
| Komparativ | gemeiner |
| Superlativ | gemeinsten |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- etwas mit jemandem gemein haben, sich mit etwas gemeinmachen
Herkunft
„Das Adjektiv gemein, existiert in den Bedeutungen gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein, gewöhnlich, niedrig gesinnt, niederträchtig, unfein, unanständig, und gehört seit dem 8. Jahrhundert zum Standardwortschatz. Es leitet sich von einem gemeingermanischen/altgermanischen Adjektiv *ga-maini- allgemein ab: zuteil geworden, bestimmt, gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein, übereinstimmend, zugleich stammt aus dem 8. Jahrhundert, , zusammengehörig, gemeinschaftlich, allgemein, vertraut, bekannt, für alle eingerichtet, gewöhnlich, zur Masse gehörig, niedrig, , , , gesammt, all; alle Kaufleute, die gesammte Kaufmannschaft, alle Bürger, gemēne, , , , , , , auch niedrig, niederträchtig, allgemein, gemeinsam, gewöhnlich, niedrig, (aber auch , , , und in der Form ,) gemein, gering, niedrig, schlecht, ‚gemeinsam, unheilig‘, gemein, liederlich, der gemeine Mann, gehört wie gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein, gewöhnlich, oder auch Verrichtung, Aufgabe, (siehe auch unter Kommune, Kommunismus) als Präfixbildung zu den unter Meineid mit indogermanischer Wurzel (*mei- tauschen, wechseln, siehe dort) aufgeführten Substantiven mit n-Suffix (*mein, *moino-) und der Grundbedeutung Tausch, Wechsel. Ausgangsbedeutung von gemein ist danach wohl worin man sich abwechselt, was einem im Wechsel mit anderen zukommt, was mehreren in gleicher Art gehörig ist, woraus sich dann die Bedeutungen gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein entwickelten. Da das, was mehreren oder vielen gemeinsam ist oder gehört, nicht wertvoll oder edel sein kann, wird gemein vom 15. Jahrhundert an zu einfach, gewöhnlich (der gemeine Mann, das gemeine Volk, der gemeine Soldat) und erhielt den abwertenden Nebensinn unheilig, alltäglich, gewöhnlich, roh, im 19. Jahrhundert (neudeutsch) auch verächtlich, niederträchtig, unanständig (gemeiner Schuft, Kerl).“
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Reime auf gemein
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