Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

fahl

Adjektiv[faːl]fahlSeltenes Wort · Rang 27.442
Kurz erklärt

fahl (Adjektiv) bedeutet: (auf nicht schöne Weise) ohne kräftige Farbe, farbenarm, blass, fast farblos. Häufige Synonyme sind schlecht, schwach, matt.

Bedeutung

  1. (auf nicht schöne Weise) ohne kräftige Farbe, farbenarm, blass, fast farblos
  2. nicht hell, schwach erhellt, trüb
  3. im übertragenen Sinne; gehoben: kaum Kraft habend, schwach, wie tot
  4. umgangssprachlich: leicht übel, schwindelig
  5. (Bedva.) (bis ins 17. Jahrhundert geläufig); in Bezug auf Haar und Bart: blond

Beispielsätze

  • Der Lehrer wurde fahl vor Ärger.
  • „Der fahle Herr stellte sich sofort als Regierungsrat Hifthorn von Hosenboden vor und begann von einer Geschwulst zu reden, die er im Leibe habe.“
  • „Die Vegetation, die ihr glänzendes Grün durch die vorangehende trockene Glut verloren und fahlere Tinten angenommen hatte, erhält ihre ganze Frische und Schönheit wieder.“
  • Das Zimmer lag – in ein fahles Licht getaucht – verlassen vor ihr.
  • „Der Donner rollt, und fahle Blitze zucken … / Wer ist’s, der drüben froh die Mütze schwingt, / Um dann sich scheu in das Gestrüpp zu ducken, / Bevor sein Fuß den Grenzbach überspringt?“
  • „Die elende Speise erhöhte nur noch die Sterblichkeit; viele Familien gingen rettungslos zugrunde; es war eine allgemeine Verheerung. Andere wanderten aus, fahl, bleich, abgezehrt, um in der Fremde Hilfe zu finden.“

Synonyme für fahl

schlechtschwachmattblasstrübbleichfarbloskreidebleichglanzlosblutleerschummrigkäsigblässlich, blass, bleich, erbleicht, farbenarm, veraltet: falb, medizinisch: livid, lividekraftlos, leblos

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

farbenfroh, (Gesicht) rosighell, leuchtendkräftig, lebendigwohldunkelhaarig

Steigerung

Positivfahl
Komparativfahler
Superlativfahlsten

Wortfeld

Unterbegriffe

aschfahl

Redewendungen und typische Verbindungen

  • eine fahle Blässe, ein fahles Gesicht, fahle Gesichtszüge, fahles Haar, fahle Haut, fahle Lippen, eine fahle Stirn, fahle Wangen; fahl vor Entsetzen sein
  • fahle Beleuchtung, eine fahle Dämmerung, fahler Glanz, fahles Licht, ein fahler Schein, ein fahler Schimmer
  • ein fahles Lächeln
  • jemandem fahl im Magen werden

Herkunft

Das Adjektiv geht auf das althochdeutsche falo ‚fahl, braungelb‘ und das mittelhochdeutsche val ‚entfärbt, verwelkt, blond, gelb‘ zurück.Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts waren fahl und falb synonym zueinander. Erst dann trat die bis heute gültige Differenzierung der Bedeutungen ein.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.