Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Eifer

Substantiv, maskulin[ˈaɪ̯fɐ]Ei · ferTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Eifer (Substantiv) bedeutet: ernsthaftes Bemühen, Verfolgen eines Ziels. Häufige Synonyme sind Einsatz, Kraft, Energie.

Bedeutung

  1. ernsthaftes Bemühen, Verfolgen eines Ziels
  2. Begeisterung für eine Sache
  3. aufgeregte Eile

Beispielsätze

  • Er zeigte deutlichen Eifer, als er seine Hausaufgaben erledigte.
  • Die Grundlage der nächsten Budgetsanierung wird gerade mit großem Eifer geschaffen.
  • Wie eine Schlange glitt er zurück, während der junge Harpunier, der seine erste Reise in dieser Eigenschaft machte, vor Eifer zitternd nach vorn sprang und die schon bereit liegende Lanze aufgriff.
  • Sie wurde von dem Junker Henning geleitet, sein Landsmann, der Ritter Apitz von Rochow, führte die Ursula und umwarb sie wiederum mit feurigem Eifer.
  • Diese folgten seinem lauten, deutlichen Gebell, dessen Eifer ihnen verrieth, daß das treue Thier endlich das Ziel ihrer Begierde aufgefunden hatte.
  • „Amalie freute sich über den Eifer und die Sorgsamkeit ihres Bruders.“

Synonyme für Eifer

EinsatzKraftEnergieFeuerInitiativeEngagementLeidenschaftDynamikPassionFleißHerzblutWütenArbeitslust, Beflissenheit, Dynamik, Eifrigkeit, Emsigkeit, Intensität, TatendrangEmpressement

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Arbeitsunlust, Bequemlichkeit, FaulheitTeilnahmslosigkeitCoolness, Lässigkeit

Deklination

Nominativ SingularEifer
Genitiv SingularEifers
Dativ SingularEifer
Akkusativ SingularEifer

Wortfeld

Oberbegriffe

Tatkraft, VitalitätEmotionGefühl

Unterbegriffe

Arbeitseifer, Bekehrungseifer, Belehrungseifer, Biereifer, Bildungseifer, Diensteifer, Feuereifer, Glaubenseifer, Jagdeifer, Lerneifer, Pflichteifer, Reformeifer, Sammeleifer, Spieleifer, Übereifer, Wetteifer

Redewendungen und typische Verbindungen

  • *im Eifer des Gefechts — in der Eile, in der Aufregung
  • * Blinder Eifer schadet nur. — Unüberlegtes Handeln schadet oft mehr, als es nützt.
  • * ohne Zorn und Eifer (sine ira et studio)
  • * Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
  • großer, guter, rechter, später, sportlicher Eifer
  • Eifer belohnen, vortäuschen
  • apostolischer, blinder, brennender, ergreifender, fanatischer, feuriger, glühender, heiliger, idealistischer, messianischer, missionarischer, patriotischer, religiöser Eifer
  • Eifer für das Gesetz, die Gerechtigkeit, den Glauben, das Haus des Herrn, für Gott, Jesus Christus

Herkunft

von , auch ' „scharf, bitter, widerwärtig, heftig“ im 8. Jahrhundert, entsteht um 1000 das Substantiv ' „Bitteres, Erbitterung“; das Substantiv Eifer erfährt im 15. Jahrhundert zunächst die Bedeutung „Eifersucht“ und wird von Luther in der Bibelübersetzung für ' ( ) in der Bedeutung "aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung" in die neuhochdeutsche Literatursprache eingeführt; die ursprüngliche Bedeutung „Eifersucht“ tritt im 18. Jahrhundert zugunsten der heutigen Bedeutung zurück

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.