die Burg
Burg (Substantiv) bedeutet: mittelalterlicher, befestigter Wohn- und Verteidigungsbau. Häufige Synonyme sind Feste, Festung, Kastell.
Bedeutung als Substantiv (die)
- mittelalterlicher, befestigter Wohn- und Verteidigungsbau
- kurz für: Biberburg
- kurz für: Strandburg oder Sandburg
Beispielsätze
- Im späten 8. und im 9. Jahrhundert begannen auch die Slawen mit dem Bau von Burgen.
- „In jedem Reiseführer steht, daß es die berühmteste Burg Polens ist.“
- „Es reiht sich Burg an Burg.“
- „Die Ritter stützten sich unmittelbar auf ihre Waffengewalt, mochten bei etlichen die Burgen marode, die Harnische rostig und die Schwerter stumpf geworden sein.“
- Ein Biber wird immer versuchen, den Eingang zu seiner Burg unter der Wasseroberfläche zu halten.
- „Laut dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Bibern nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie Burgen und Dämme zu beschädigen oder zu zerstören.“
Bedeutung als Substantiv (der/die)
- deutschsprachiger Nachname, Familienname
Beispielsätze
- Frau Burg ist ein Genie im Verkauf.
- Herr Burg wollte uns kein Interview geben.
- Die Burgs fliegen heute nach La Paz.
- Der Burg trägt nie die Schals, die die Burg ihm strickt.
- Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Burg kommt, geht der Herr Burg.“
- Burg kommt und geht.
Bedeutung als Substantiv (das)
- Toponym mehrerer Ortschaften im deutschsprachigen Raum
Beispielsätze
- Morgen fahren wir nach Burg, um Oma Hilde zu besuchen.
Synonyme für Burg
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Burg |
|---|---|
| Nominativ Plural 1 | Burgen |
| Nominativ Plural 2 | Bürge |
| Genitiv Singular | Burg |
| Genitiv Plural 1 | Burgen |
| Genitiv Plural 2 | Bürge |
| Dativ Singular | Burg |
| Dativ Plural 1 | Burgen |
| Dativ Plural 2 | Bürgen |
| Akkusativ Singular | Burg |
| Akkusativ Plural 1 | Burgen |
| Akkusativ Plural 2 | Bürge |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- eine Burg belagern, erobern
- eine Burg bauen
Herkunft
von Mittelhochdeutsch burc, von Althochdeutsch burg [altoberdeutsch purc, purk] (mit [http://de.wikipedia.org/wiki/Sprossvokal Sprossvokal] buruc [altoberdeutsch puruc]), entstammt derselben indogermanischen Ableitung wie das neuhochdeutsche bergen, barg, (ge-, ver-)borgen etc., über das althochdeutsche Verb bergan, barg, (ga-, ge-, gi-) borgan [altoberdeutsch pergan, perkan, park, (ka-, ki-) porkan]. Darüber hinaus ist dieser Begriff gemeingermanischen Ursprungs, da er sich als Erbwort mit hohem Alter in allen germanischen Tochtersprachen zeigt (etwa gotisch baurg- / altnordisch borg / altenglisch burg, burh, buruh [neuenglisch borough, -bury, -burgh etc. ]), wie schon Tacitus zwei latinisierte Begriffe nennt, Asciburgium und teutoburgiensis saltus (daraus geschlossen ein Teutoburgium), noch weitere Autoren der Antike nannten Ortsnamen die auf -burg- enden.. Schon die ältesten Belege deuten auf den Gebrauch des Wortes hin, als die bergende Umgebung, wie er sich heute in den vielen Ortsnamen wiederfinden lässt, die sich mit -burg, -borg, -borough, -bourg usw. bezeichnen (Vergleich dazu: In Augusta Vindelicorum bzw. Augusta [die Stadt des Augustus] begriffen die späteren germanischen Siedler nun die Augusta-burg-, woraufhin August-burg über Augustburc, Augesburg, Ougespurc, Augspurg zum heutigen Augsburg wurde ). Die auffällige Formähnlichkeit zu neuhochdeutsch Berg / Gebirge von althochdeutsch berg, berc / (ga-, ge-, gi-) birgi [altoberdeutsch perc, perk / (ka-, ke-, ki-) pirki] (mit Sprossvokal berag, bereg, berac, berec [altoberdeutsch perec etwa im [http://de.wikipedia.org/wiki/Wessobrunner_Gebet Wessobrunner Gebet] ]) erklärt sich aus dem urverwandtschaftlichen Verhältnis zu den vorhergehenden Begriffen und entspricht ganz dem Sinn von Geborgenheit, bzw. Berg (schützende, bergende Höhe) / Burg (befestigte Höhe, befestigter Ort)
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Reime auf Burg
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