Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Brauch

Substantiv, maskulin[bʁaʊ̯x]BrauchTop 5.000 · Alltagswortschatz
Kurz erklärt

Brauch (Substantiv) bedeutet: übliche oder traditionelle Verhaltensweise in einer Gesellschaft. Häufige Synonyme sind Tradition, Überlieferung, Konvention.

Bedeutung

  1. übliche oder traditionelle Verhaltensweise in einer Gesellschaft
  2. (veraltet) das Benutzen, Verwenden einer Sache zu ihrem Zweck, das Gebrauchen

Beispielsätze

  • Bei uns ist es Brauch, die Braut über die Schwelle zu tragen.
  • „Der Brauch soll auf das 16. Jahrhundert zurückgehen.“
  • „Dem Brauch gemäß eröffneten ihn Braut und Bräutigam mit einem Menuett.“
  • „Der Barkeeper muss zugeben, dass dies ein hübscher Brauch ist und lässt es dabei bewenden.“
  • „In manchen Kulturen ist es Brauch, als Teil des Bestattungsrituals die Gebeine der Vorfahren vom Muskelfleisch zu befreien und in seltenen Fällen zu verzehren.“
  • „Als ich aus dem Norden nach Augsburg zog, musste ich mich an die bayerischen Bräuche erst gewöhnen.“

Synonyme für Brauch

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Unbrauch (veraltet), UnsitteFehlanwendung

Deklination

Nominativ SingularBrauch
Nominativ PluralBräuche
Genitiv SingularBrauchs
Genitiv Singular*Brauches
Genitiv PluralBräuche
Dativ SingularBrauch
Dativ Singular*Brauche
Dativ PluralBräuchen
Akkusativ SingularBrauch
Akkusativ PluralBräuche

Wortfeld

Unterbegriffe

Adventsbrauch, Aschermittwochsbrauch, Erntedankbrauch, Fronleichnamsbrauch, Halloweenbrauch, Hochzeitsbrauch, Neujahrsbrauch, Osterbrauch, Ostermontagsbrauch, Palmsonntagsbrauch, Pfingstbrauch, Ritterbrauch, Volksbrauch

Redewendungen und typische Verbindungen

  • mit Adjektiv: nach altem Brauch, herkömmlicher Brauch, religiöser Brauch (), traditioneller Brauch (), überlieferter Brauch ()
  • es ist hier der Brauch; es ist bei uns so Brauch; so wie es der Brauch will; es kommt außer Brauch

Herkunft

von mittelhochdeutsch , dieses von althochdeutsch ' (10./11. Jahrhundert), zuerst in der Bedeutung „Nutzen, Gebrauch“, die Bedeutung [1] „Sitte“ entwickelte sich erst im 16. Jahrhundert, Grundlage dafür waren wahrscheinlich Wendungen wie rechter Brauch oder unser Brauch. Brauch ist eine Ableitung von brauchen, Weiteres siehe dort.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.