die Ampel
Ampel (Substantiv) bedeutet: (kleinere, schalenförmige) von der Decke hängende Lampe. Häufige Synonyme sind Petroleumlampe, Ampelkoalition, Lichtsignalanlage.
Bedeutung
- (kleinere, schalenförmige) von der Decke hängende Lampe
- mit Lichtsignalen ausgestattete Anlage, die zur Regelung des Straßenverkehrs dient
- (übertr.) zu [2]; bundesdeutscher Jargon der Politik: Koalition aus SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen
- hängendes Gefäß, in dem Topfpflanzen gehalten werden
Beispielsätze
- Das Licht einer Ampel entsteht durch das Verbrennen von Öl oder durch das Hineinstellen einer oder mehrerer brennender Kerzen.
- „Kiffhäuser ist der Berg genannt
- Und drinnen ist eine Höhle
- Die Ampeln erhellen so geisterhaft
- Die hochgewölbten Sääle.“
- bildlich: „Die strahlende Sonne war seine Ampel.“
Synonyme für Ampel
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Ampel |
|---|---|
| Nominativ Plural | Ampeln |
| Genitiv Singular | Ampel |
| Genitiv Plural | Ampeln |
| Dativ Singular | Ampel |
| Dativ Plural | Ampeln |
| Akkusativ Singular | Ampel |
| Akkusativ Plural | Ampeln |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- eine Ampel aufhängen
- die Ampel steht auf Rot/Gelb/Grün, zeigt Rot/Gelb/Grün, zeigt rotes/gelbes/grünes Licht, ist rot/gelb/grün; die Ampel ist auf Rot/Gelb/Grün gesprungen; eine Ampel überfahren; bei Rot über die/eine Ampel fahren
- eine Ampel bilden, als Ampel koalieren/koalisieren
Herkunft
Bei »Ampel« handelt es sich um ein seit dem 10. Jahrhundert bezeugtes Lehnwort aus dem Lateinischen, dessen althochdeutsche Formen ' und ' lauteten und im Mittelhochdeutschen die Formen ' und ' (vergleiche auch mittelniederdeutsch ', ', ', mittelniederländisch ', ') ergaben. Alle Formen bezeichneten mehr oder weniger ein ‚kleines Gefäß für Öl oder andere Flüssigkeiten‘, welches zumeist zu gottesdienstlichen Zwecken bestimmt war und im Mittelalter vor allem die »Ewige Lampe« – ein von der Decke herabhängendes, fortwährend brennendes Öllämpchen – in der Kirche bezeichnete. In spätmittelhochdeutscher Zeit bezeichnete es im Oberdeutschen auch andere Hängelampen, ab dem 14. Jahrhundert die häusliche Lichtquelle, seit dem 16. Jahrhundert konkurrierte es mit »Lampe« und wurde in neuerer Zeit von diesem zurückgedrängt. Als Kurzwort für »Verkehrsampel« ‚(ursprünglich über der Kreuzung hängend angebrachte) Lichtsignalgeber zur Regelung des Straßenverkehrs‘ erfuhr es eine Neubelebung in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts und bezeichnet heute moderne (im allgemeinen nicht mehr hängende) Verkehrsregler. Wie bereits eingangs angedeutet, stellen die althochdeutschen Formen eine Entlehnung aus lateinisch ' ‚kolbenförmiges Gefäß mit zwei Henkeln, kleine Flasche’ dar, welches seinerseits über die (nicht bezeugten, aber rekonstruierten) Formen *amporla, *ampurla sowie auf die (erschlossenen) Formen *amphorula, *amporula zurückgeht (vergleiche »Ampulle«, »Pulle«), bei denen es sich wiederum um diminutive Formen von ' ‚Tongefäß mit zwei Henkeln‘ (vergleiche »Eimer«) handelt. Das lateinische Wort ' wurde aus gleichbedeutend griechischem }} entlehnt. Hierbei handelt es sich um eine haplologische Kontraktion (Zusammenziehung) von }}, welches aus }} ‚beidseitig, ringsum‘ und }} ‚Träger‘ (zu }} ‚heben, tragen‘) zusammengesetzt ist, somit eigentlich ‚Zweiträger‘ bedeutet und also einen Krug bezeichnete, der beiderseits getragen wurde.
Aussprache üben
Hör dir das Wort an, sprich es nach und lass den Browser prüfen, ob es erkannt wird. Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen.
Reime auf Ampel
Wie häufig ist „Ampel“?
Rang 5.007 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 3,97. Das ist solider Alltagswortschatz, den Muttersprachler mehrmals pro Woche verwenden. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.