der Zaun
Zaun (Substantiv) bedeutet: eine aus Drahtgeflecht oder aus (gekreuzten, parallel angeordneten oder dergleichen) Metall- oder Holzstäben bestehende Vorrichtung, die zumeist ein Grundstück, ein bestimmtes Areal oder dergleichen eingrenzt. Häufige Synonyme sind Gitter, Gatter, Umzäunung.
Bedeutung
- eine aus Drahtgeflecht oder aus (gekreuzten, parallel angeordneten oder dergleichen) Metall- oder Holzstäben bestehende Vorrichtung, die zumeist ein Grundstück, ein bestimmtes Areal oder dergleichen eingrenzt
Beispielsätze
- Viele Menschen frieden ihr Grundstück mit einem Zaun ein.
- „Es blieb nicht aus, daß wir dann vor dem Zaun standen.“
- „Und die Kosaken sahen sich erstaunt nach Denissow um, als er sich mit einigen nach Hundegebell klingenden Lauten rasch abwandte, an den Zaun ging und sich gegen ihn lehnte.“
- „Eines Tages überraschte ihn der Vater, wie er mit der mühsam festgehaltenen Büchse, auf den Fußspitzen stehend, durch eine Schießscharte des Zaunes nach einem unfern aufgeblockten Hühnergeier zielte.“
- „Über einen Gartenzaun grünten Fliederbüsche, und nicht eine Latte des Zaunes war zerbrochen.“
Synonyme für Zaun
Deklination
| Nominativ Singular | Zaun |
|---|---|
| Nominativ Plural | Zäune |
| Genitiv Singular | Zaunes |
| Genitiv Singular* | Zauns |
| Genitiv Plural | Zäune |
| Dativ Singular | Zaun |
| Dativ Singular* | Zaune |
| Dativ Plural | Zäunen |
| Akkusativ Singular | Zaun |
| Akkusativ Plural | Zäune |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- [1] ein lebender Zaun
- mit etwas hinter dem Zaun halten/mit etwas hinterm Zaun halten
- etwas vom Zaun brechen/ etwas vom Zaune brechen
- den Zaun nicht einreißen
- durch den Zaun grasen
- mit Adjektiv: ein elektrischer, hoher, niedriger Zaun, schmiedeeiserner Zaun (), unüberwindlicher Zaun
- mit Substantiv: ein Zaun aus Holz, Latten, Maschendraht, Stacheldraht
- mit Verb: einen Zaun anstreichen, ausbessern/flicken/erneuern/reparieren, errichten/ziehen
- in Kombination: durch den Zaun schlüpfen; über den Zaun klettern, springen
Herkunft
Bei dem Wort handelt es sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Erbwort, dessen mittelhochdeutsche Formen ' und ' ‚Umzäunung, Hecke, Gehege‘ (vergleiche mittelniederdeutsch ' ‚Flechtzaun, Gehege, Garten‘, mittelniederländisch ' ‚Flechtzaun, umzäunter Hof‘) lauteten. Diese entstammen der gleichbedeutend althochdeutschen Form ', welche ihrerseits auf die (nicht bezeugte, aber rekonstruierte) germanische Form *tūna- ‚Zaun‘ zurückgeführt wird. Der gleichen Quelle sollen altnordisch ' ‚eingezäuntes Land, eingehegter Grasplatz vor dem Haus, Hof, Hofplatz, Ortschaft, Stadt‘, altfriesisch ', altsächsisch ' ‚Flechtzaun, Gehege, Garten‘ und altenglisch ' ‚Zaun; Garten; Feld; Hof; Landhaus; Wohnung; Dorf, Stadt, Ortschaft‘ entspringen. So wird deutlich, dass sich im Altnordischen und Altenglischen die Bedeutung zu ‚eingehegter Platz‘ weiter entwickelt, so dass sich englisch ' ‚Stadt‘, niederländisch ' ‚Garten‘, (mundartliches) schwedisch ' ‚Zaun‘ und isländisch ' ergeben. Die Herkunft der erschlossenen germanischen Form bleibt jedoch letztlich unklar. Außergermanische Anknüpfungsmöglichkeiten finden sich im Keltischen: altirisch ' oder ' ‚Burg, befestigte Stadt‘, altwalisisch ' ‚Burg‘. Vermutlich gehört hierhin auch das gallisch-lateinische Element -dūnum oder -dunum, das als zweites Glied in Ortsnamen auftritt, wie zum Beispiel in ' ‚Lyon‘, ' ‚Neuenburg‘ (Name mehrerer keltischer Städte), ' ‚Zarten‘, ' ‚Verdun‘.
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Reime auf Zaun
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