der Strauß
Strauß (Substantiv) bedeutet: (kunstvoll gestaltete, häufig gebundene) Zusammenstellung von abgeschnittenen oder gepflückten Blumen, Halmgräsern, Zweigen oder dergleichen. Häufige Synonyme sind Bund, Bündel, Blumenstrauß.
Bedeutung als Substantiv (der)
- (kunstvoll gestaltete, häufig gebundene) Zusammenstellung von abgeschnittenen oder gepflückten Blumen, Halmgräsern, Zweigen oder dergleichen
- (übertr.) reiche Zusammenstellung vielfältiger (ausgewählter) Dinge; abwechslungsreiche Vielzahl
Beispielsätze
- Zum Geburtstag wird gern ein großer Strauß Blumen verschenkt.
- „Sie zog die Königin der Blumen an Stöcken in ihrem Garten, schützte sie sorgfältig, mit gebotenen Mitteln, gegen fressende Raupen, und immer standen, solange die Glorie nur währte, auf den Etageren und Tischchen ihres Boudoirs Sträuße von wohlerquickten Rosen, knospenden, halb- und vollerblühten, roten namentlich (denn weiße sah sie nicht gern), von eigener Zucht oder Gaben der Aufmerksamkeit von Besucherinnen, denen ihre Passion bekannt war.“
- „Emma Dürr knispelt an einem Asternstrauß. Den Strauß soll sie dem Dichter beim Theaterschluß überreichen.“
- „Und die Maggifirma […] schickte der Mutter leere Maggiflaschen aller Größen, die an bunten Bändern hingen, dazu aus Leinwand gefertigtes Kunstgemüse: Möhren, Petersilienwurzel, Maggikraut, das heißt Liebstöckl, und auch Grünkern-Ähren zu Sträußen gebündelt.“
- „Daß so viel blühte, war Johann erst aufgefallen, als Anita gesagt hatte, auf dem Heimweg wolle sie einen Strauß für ihre Mutter pflücken.“
- „Auf den Wiesen blühten Blumen, blaue, gelbe und weiße. Malka hätte gerne einen Strauß gepflückt, aber die Mutter ließ es nicht zu. »Später«, sagte sie.“
Bedeutung als Substantiv (der)
- (Ornithologie) (in den Steppen Afrikas und Vorderasiens lebender) Vertreter einer Gattung bis zu annähernd 3 Meter großer, flugunfähiger Laufvögel mit einem langen, nackten Hals, hohen, kräftigen Beinen und gekräuselten Schwungfedern, dessen Gefieder bei Männchen überwiegend schwarz und bei Weibchen überwiegend braun ist (Struthio)
Beispielsätze
- Dem Strauß wird nachgesagt, er stecke den Kopf bei Gefahr in den Sand.
- „Und diese sollt ihr verabscheuen unter den Vögeln, dass ihr sie nicht esst, denn ein Gräuel sind sie: den Adler, den Habicht, den Fischaar, den Geier, die Weihe mit ihrer Art und alle Raben mit ihrer Art, den Strauß, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art, das Käuzchen, den Schwan, den Uhu, die Fledermaus, die Rohrdommel, den Storch, den Reiher, den Häher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe.“
- „Schließlich waren die Strauße und Löwen, die Leoparden, Geparden, die Oryx- und die Mendes-Antilopen in den arabischen Staaten Nordafrikas erbarmungslos und restlos ausgerottet worden, alle Wälder niedergeholzt.“
- „Im Hereroland waren Elefanten und Strauße eine Seltenheit geworden.“
- „Neben zahlreichen Vogelarten wie Straußen, Riesentrappen und Sekretären konnten Springböcke, Streifengnus und Oryxantilopen entdeckt werden.“
Bedeutung als Substantiv (der)
- (va.) handgreifliche, auch bewaffnete, heftige Auseinandersetzung
- (vatd., geh.) heftige, verbale Auseinandersetzung (die mitunter auch in Handgreiflichkeiten ausarten kann)
- (va., übertr.) durch Zwiespalt ausgelöste heftige Erregung
- (va., übertr.) Heftigkeit der Naturgewalten
Beispielsätze
- „ erhob , , munter und , in tapferer Attitüde, und bereit, den Strauß zu wagen.“
- „[…]; namentlich mit dem Königtum und dem Adel hatte die Kirche manchen harten Strauß auszufechten.“
- „Carlo, wir uns auf einen harten Strauß gefaßt machen.“
Synonyme für Strauß
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Strauß |
|---|---|
| Nominativ Plural | Sträuße |
| Genitiv Singular | Straußes |
| Genitiv Plural | Sträuße |
| Dativ Singular | Strauß |
| Dativ Plural | Sträußen |
| Akkusativ Singular | Strauß |
| Akkusativ Plural | Sträuße |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- ein bunter, duftender, frischer, schöner, verwelkter, welker Strauß
- Blumen zum Strauß binden
- einen Strauß (Maiglöckchen, Veilchen) pflücken
- (sich) einen Strauß Flieder schneiden
Herkunft
Das Wort geht auf die frühneuhochdeutschen Formen strūß und strauß zurück, die ‚Büschel, (aufgestellter) Federbusch, Kamm auf dem Kopf eines Vogels, Schmuck auf Helm oder Hut‘, auch ‚austreibende Loden eines Ausschlag-Baumes, Diese stellen sich wie ihre Nebenformen – die althochdeutsche Kollektivbildung ' ‚Gebüsch‘ (belegt in einer Handschrift aus dem 12. Jahrhundert), die spätmittelhochdeutsche Kollektivbildung ' ‚Buschwerk, Gesträuch‘ sowie die frühneuhochdeutschen Kollektivbildungen striuʒach und strūʒach ‚Gebüsch‘ (15. Jahrhundert) – als ‚Hervorstehendes‘ (wie Strauß) zu der unter strotzen genannten Wortgruppe.
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Reime auf Strauß
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