Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Schöffe

Substantiv, maskulin[ˈʃœfə]Schöf · feSeltenes Wort · Rang 27.743
Kurz erklärt

Schöffe (Substantiv) bedeutet: deutsches Strafverfahrensrecht, [http://www.buzer.de/gesetz/2075/a29435.htm § 45a DRiG]: juristischer Laie, der ehrenamtlich an der Urteilsfindung im Rahmen von Strafverfahren neben einem oder mehreren Berufsrichtern beteiligt ist. Häufige Synonyme sind Geschworener, Laienrichter.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. deutsches Strafverfahrensrecht, [http://www.buzer.de/gesetz/2075/a29435.htm § 45a DRiG]: juristischer Laie, der ehrenamtlich an der Urteilsfindung im Rahmen von Strafverfahren neben einem oder mehreren Berufsrichtern beteiligt ist
  2. in Belgien und Luxemburg: Beigeordneter des Bürgermeisters, Stadtbeamter
  3. während des Hoch- und Spätmittelalters sowie der Frühen Neuzeit: Person, die zur Erfüllung verschiedener Aufgaben bei Gericht und in der Verwaltung verpflichtet war

Beispielsätze

  • Ein Schöffe ist ehrenamtlich tätig und erhält lediglich eine Aufwandsentschädigung.
  • Claudia kann es kaum erwarten, dass jemand aus ihrem Bekanntenkreis zum Schöffen berufen wird.
  • Zu Beginn seiner ersten Sitzung muss jeder Schöffe einen Eid schwören.
  • „Die beiden Schöffen mit ihrer gleichwerten Stimme bei der Urteilsfindung sind in Sonntagskleidern, cremefarben und geblümt, und sitzen aufrecht und unbeweglich.“
  • „Die Schöffen werden unter den Ratsmitgliedern ausgewählt.“
  • „Diese Gerichtsbeisitzer wurden als Schöffen bezeichnet.“

Bedeutung als Substantiv (der/die)

  1. deutscher Familienname

Beispielsätze

  • Hamburger Altbischof Prof. D. Dr. Simon Schöffe

Synonyme für Schöffe

GeschworenerLaienrichterGerichtsschöffe, veraltet: Geschworener

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularSchöffe
Nominativ PluralSchöffen
Genitiv SingularSchöffen
Genitiv PluralSchöffen
Dativ SingularSchöffen
Dativ PluralSchöffen
Akkusativ SingularSchöffen
Akkusativ PluralSchöffen

Wortfeld

Oberbegriffe

Beisitzer, ehrenamtlicher Richter, Laienrichter, unscharf: Urteilsfinder

Unterbegriffe

Ergänzungsschöffe, Hauptschöffe, Hilfsschöffe, Jugendschöffe

Redewendungen und typische Verbindungen

  • der erste, zweite, dritte … Schöffe

Herkunft

Dem Substantiv Schöffe gehen die althochdeutschen Wörter skeffin und skeffino sowie die im Mittelhochdeutschen vorkommenden Wörter scheffe, scheffene, schepfe und schepfene voraus.Erst mit Karl dem Großen kam das Wort auf.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.