die Schnecke
Schnecke (Substantiv) bedeutet: (Zoologie, speziell, Malakologie) (in zahlreichen land- und wasserlebenden Arten vorkommendes) längliches Weichtier mit zwei Paar Fühlern am Kopf (wobei sich am Ende des oberen Paares die Augen befinden), auf dessen Rückenseite sich häufig ein zumeist spiralförmig gewundenes, aus Kalk bestehendes Gehäuse befindet, und dessen landlebende Vertreter sich auf einer Spur selbst abgesonderten Schleims auf der bauchseitigen Kriechsohle sehr langsam fortbewegen. Häufige Synonyme sind Kleine, Schöne, Kleiner.
Bedeutung
- (Zoologie, speziell, Malakologie) (in zahlreichen land- und wasserlebenden Arten vorkommendes) längliches Weichtier mit zwei Paar Fühlern am Kopf (wobei sich am Ende des oberen Paares die Augen befinden), auf dessen Rückenseite sich häufig ein zumeist spiralförmig gewundenes, aus Kalk bestehendes Gehäuse befindet, und dessen landlebende Vertreter sich auf einer Spur selbst abgesonderten Schleims auf der bauchseitigen Kriechsohle sehr langsam fortbewegen
- (Gastronomie) als Nahrungsmittel verwendetes, essbar zubereitetes Exemplar (bestimmter Arten) des unter [1] beschriebenen Weichtiers
- (ugs.) kleines, spiralförmig (schneckenförmig) zusammengerolltes Feingebäck aus Hefe-, Hefefein- oder Plunderteig mit süßen oder herzhaften Füllungen und/oder Belägen
- (zumeist, iPl) über je einem Ohr spiralförmig (schneckenförmig) aufgerollter und festgesteckter Zopf
- (Anatomie) spiralförmiger (schneckenförmiger) Teil des Innenohrs
- (Geigenbau) spiralförmig (schneckenförmig) verzierter Abschluss des Halses einiger Streichinstrumente
- (Architektur) spiralförmig (schneckenförmig) eingerolltes Zierelement von Bauteilen wie Konsolen, Giebeln oder Kapitellen
- (Architektur) Treppe, deren Stufen spiralförmig um eine Achse verlaufen
Beispielsätze
- „Neben ihm, in einem feuchten, Winkel wucherte Huflattich und breiten Blätter zu den Schnecken und Würmern.“
- «Auf dem Kietzer Friedhof lag ich unter Linden und Kastanien und sah einer Schnecke beim Aufstieg auf den Grabstein von Emil und Minna Munk zu, die Frau hatte ihren Mann um zweiundzwanzig Jahre überlebt.»
- „Ich mag keine Insekten, Anneliese ist dagegen durch ihre Gartenarbeit gegen jeglichen Ekel vor Würmern, Schnecken und anderem Getier immun; lässig wirft sie ein Küchentuch über die Hummel und befördert das brummende Bündel auf schonende Weise nach draußen.“
- „Mit der Zange greift man sich ein Häuschen, gießt die flüssige Butter in den Löffel und holt mit der Gabel die Schnecke aus dem Häuschen. Zum vollkommenen Genuß wird jeweils etwas Weißbrot mit Schnecke und Butter gekaut und ein Schluck Riesling dazu getrunken.“
- „Dann geht sie entschlossen in einen Bäckerladen und kauft mir zwei Schnecken à 5 Pfennig.“
- „Am Sonnabend fragt der Vater die Mutter: Wieviel Semmeln, wieviel Schnecken, wieviel Kuchen brauchste? Wie soll meine Mutter das wissen? Die Kaufwilligkeit der Kunden ändert sich, wie alles, von Woche zu Woche: Den einen Sonnabend bleiben Semmeln und Schnecken über, den anderen Sonnabend reichen sie nicht. Mit Kuchen, der überbleibt, wird meine ausgezeichnete Mutter fertig, aber Semmeln und Schnecken werden altbacken, sie müssen zu halben Preisen verkauft werden, und der Familienkrach ist fertig; Wort kommt zu Wort und Widerwort zu Widerwort, und eines Tages sagt die Mutter, nun hat sie genug, nun geht sie für immer davon.“
Synonyme für Schnecke
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Schnecke |
|---|---|
| Nominativ Plural | Schnecken |
| Genitiv Singular | Schnecke |
| Genitiv Plural | Schnecken |
| Dativ Singular | Schnecke |
| Dativ Plural | Schnecken |
| Akkusativ Singular | Schnecke |
| Akkusativ Plural | Schnecken |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- auf eine Schnecke treten
- eine Schnecke machen
- etwas zur Schnecke machen
- jemanden zur Schnecke machen
- bairisch salopp: Schnecken!
- eine Schnecke mit, ohne Haus; eine Schnecke mit, ohne Gehäuse
- eine Schnecke zieht ihre Fühler ( Hörner) ein; eine Schnecke zieht ihre Fühler ( Hörner) zurück
- bei Gefahr zieht sich die Schnecke in ihr Haus zurück
- eine Schnecke kriecht die Wand hinauf; eine Schnecke kriecht über den Weg
Herkunft
Bei dem Wort in seiner Grundbedeutung handelt es sich um ein Erbwort, das über die mittelhochdeutschen Formen ' und ' (vergleiche oberdeutsches Schneck) auf das seit dem 9. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche ' zurückgeht. All diese Formen führen zusammen mit den mittelniederdeutschen Formen ' und ' / und der mittelenglischen Form ' mit einer intensiven Doppelkonsonanz auf eine (erschlossene) germanische Wurzel *sneg-, snek-. Verwandt hierzu ist ein für das 9. Jahrhundert bezeugtes althochdeutsches Verb ' ‚schleichen; gleiten‘ (vergleiche für das 8. Jahrhundert bezeugtes althochdeutsches '), dem ein (erschlossenes) germanisches starkes Verb *snakan ‚kriechen; gleiten‘ zugrundeliegt, zu dem im Sinne von ‚Kriecher, Kriecherin‘ Bezeichnungen für ‚Schlange, Natter‘ gehören wie etwa mittelniederdeutsches , landschaftlich neuhochdeutsches Schnake ‚Natter, Ringelnatter‘, altenglisches , englisches , niederländisches , altnordisches (dehnstufig) ' und schwedisches . Auch für Schnecke muss daher eine Ausgangsbedeutung ‚der/die Kriechende‘ angenommen werden. Außergermanische Verwandte finden sich (bis auf ein zweifelhaftes altirisches ' ‚kriechend‘) nicht. Mit der beginnenden neuhochdeutschen Sprachperiode nimmt Schnecke ein feminines Genus an. Seit dem 19. Jahrhundert ist die 4. Bedeutung bezeugt (vergleiche bairisches Schneckerl). Die 13. bis 15. Bedeutung ist seit dem 18. Jahrhundert bezeugt (für die 13. vergleiche Schneck), Die 17. Bedeutung, die seit dem 19. Jahrhundert bezeugt ist, bezieht sich auf eine gewisse Formähnlichkeit zum Tier und dessen Gehäuse. Ebenfalls seit dem 19. Jahrhundert bezeugt ist die 19. Bedeutung, ab 1914 dann die 20. Bedeutung und ab 1920 die 21. Bedeutung, die wohl im Jargon der Kraftfahrer aufgekommen ist.
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Reime auf Schnecke
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