säen
säen (Verb) bedeutet: ausstreuend oder setzend Saatgut in den dafür vorbereiteten Boden bringen. Häufige Synonyme sind aussäen.
Bedeutung
- ausstreuend oder setzend Saatgut in den dafür vorbereiteten Boden bringen
- eine Anregung, Impuls zu etwas geben
- den Anfang für etwas setzen
- etwas verbreiten
- hervorbringen, schaffen
- herbeiführen, veranlassen; verdienen
Beispielsätze
- Der Bauer sät Getreide.
- Der Gärtner hat Samen gesät.
- Aber gerade aus diesem kühlen Sinn war schon unvermeidbar neuer Zweifel in ihre Herzen gesät.
- Reiche Industrieländer haben den Samen der globalen Erwärmung gesät.
- Diese Extremisten wollen Hass und Terror säen.
- „Auch sonst ist für Krieg und Menschheit die Behauptung schimpflich und unwahr, [...] daß erst Länder zu Gräbern umgeackert werden müssen, um einige Helden zu säen.“
Synonyme für säen
Konjugation
| Präsens_ich | säe |
|---|---|
| Präsens_du | säst |
| Präsens_er, sie, es | sät |
| Präteritum_ich | säte |
| Partizip II | gesät |
| Konjunktiv II_ich | säte |
| Imperativ Singular | sä |
| Imperativ Singular* | säe |
| Imperativ Plural | sät |
| Imperativ Plural* | säet |
| Hilfsverb | haben |
Redewendungen und typische Verbindungen
- Wer ernten will, muss säen – wer etwas erreichen will, muss etwas dafür tun; wer etwas bekommen will, muss die Voraussetzungen dafür schaffen
- wie gesät – dicht und gleichmäßig in großer Menge verteilt
- umgangssprachlich: dünn gesät – nur selten oder vereinzelt vorhanden
- „Wer Unrecht sät, der wird Unheil ernten, und die Rute seines Übermuts wird ein Ende nehmen.“
- „Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!“
- Getreide säen, Korn säen, Mohn säen, Mohrrüben säen, Radieschen säen, Sonnenblumen säen, Weizen säen
- [2–4] Eifersucht säen, Hass säen, Misstrauen säen, Unfrieden säen, Unzufriedenheit säen, Zwietracht säen, Zweifel säen
Herkunft
geht auf die indogermanische Wurzel *sē „loslassen“ zurück, aus der gotisch saian, altsächsisch sāian, altfriesisch sea, altnordisch sā sowie angelsächsisch sāwan hervorgingen; daraus entstammen die althochdeutschen Formen sājan, saiin, sāan, sāwan, sāhen „Samen auswerfen“, aus diesen wiederum die mittelhochdeutschen sæjen, sægen, sēgen, sāgen, saigen, seigen, saien, seien, sæn, sæwen, seuwen, sæhen, schließlich die frühneuhochdeutschen sewen, sehen, seen, sêen, seyen, segen, sehwen, säyen entstanden, bis sich ab 1661 die heutige neuhochdeutsche Form säen langsam durchsetzte
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Reime auf säen
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