die Religion
Religion (Substantiv) bedeutet: im weiten Sinne: kodifizierte oder auf Überlieferung beruhende Kult-/Glaubenspraxis und -auslegung. Häufige Synonyme sind Glaube, Kirche, Glauben.
Bedeutung
- im weiten Sinne: kodifizierte oder auf Überlieferung beruhende Kult-/Glaubenspraxis und -auslegung
- im engeren Sinne: Glaubenssystem mit metaphysischem oder transzendenten Inhalt (meist als Grundlage des Weltverständnisses und der Ethik)
Beispielsätze
- „Wer heute von Religion oder Religionslehre spricht, kann dies nicht naiv-unbedacht tun. … Denn das Wort Religion scheint als Begriff in Mißkredit geraten zu sein. Will man es jedoch bei der Diskreditierung des Wortes Religion nicht bewenden lassen, wird man den Begriffsschwierigkeiten dieses Wortes nachgehen und eine philosophisch-theologische Begründung für die Weiterverwendung des Wortes bieten müssen.“
- „Es war die Resignation eines Volkes, das durch die Jahrtausende von der eigenen Religion, durch Jahrhunderte von fremder Herrschaft entmündigt worden war.“
- Papst Alexander VI. sagte: "Jede Religion ist gut, die beste aber – die dümmste."
- „Religion kann Trost spenden, sie kann Ruhe und Harmonie stiften.“
- „So führt die Art und Weise der hier stattfindenden Diskussion über die Muslime erst dazu, sich selbst überhaupt als Muslim wahrzunehmen. Denn auch Menschen wie ich fühlen sich vor den Kopf gestoßen angesichts der Arroganz und Unverschämtheit, mit der über unsere Religion gesprochen und geurteilt wird. Für mich ist sie schließlich die Religion meiner Großeltern, die uns Werte vermittelt hat, die so schlecht nicht sein können. Nicht erst Europa hat aus ihrem Sohn, meinem Vater, einen aufgeklärten, liberalen, demokratischen Menschen gemacht. Das war er schon, bevor er nach Europa kam.“
- „Fußball ist keine Religion, da seine Regeln nicht auf übermenschliche Gebote zurückgehen.“
Synonyme für Religion
Deklination
| Nominativ Singular | Religion |
|---|---|
| Nominativ Plural | Religionen |
| Genitiv Singular | Religion |
| Genitiv Plural | Religionen |
| Dativ Singular | Religion |
| Dativ Plural | Religionen |
| Akkusativ Singular | Religion |
| Akkusativ Plural | Religionen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- barbarische Religion, bestimmte Religion, friedliche Religion, gelebte Religion, heilige Religion, innerweltliche Religion, natürliche Religion, offenbarte Religion, tolerante Religion, verbreitetste Religion
- abrahamitische Religion, atheistische Religion, biblische Religion, buddhistische Religion, christliche Religion, fernöstliche Religion, islamische Religion, jede Religion, jüdische Religion, katholische Religion, lutherische Religion, mohammedanische Religion, monotheistische Religion, mosaische Religion, muslimische Religion, orthodoxe Religion polytheistische Religion, protestantische Religion, zoroastrische Religion
- Religion angehören, Religion anschließen, Religion ausüben, Religion bekehren, Religion gebietet, Religion stiften, Religion übergetreten, Religion unterrichten, Religion unterweisen, Religion unterwiesen, Religion verbieten, Religion verbietet, Religion zugehörig
- keine Religion haben
Herkunft
im 16. Jahrhundert entlehnt von lateinisch ' „Gottesfurcht, Frömmigkeit, Heiligkeit“, allgemeiner: „Bedenken, Gewissenhaftigkeit“; die ältesten Quellen (daran anknüpfend auch die meisten Etymologen) führen ' zurück auf das Verb ' „wiederauflesen, -sammeln, -wickeln, bedenken, acht geben, beachten“, und in diesem Sinn wurde es im Latein der Römischen Republik auch benutzt. So wurde mit ' die getreue Beachtung kultischer Regeln und Überlieferungen bezeichnet – in Abgrenzung zu ' als individueller beziehungsweise nicht auf die überlieferten Kultregeln festgelegter, ekstatischer Spiritualität. Erst etwa 350 Jahre später bezog der christliche Kirchenvater Lactantius ' auf das lateinische Verb ' „anbinden, zurückbinden, festhalten, an etwas festmachen“. Religion wäre nach dieser Darstellung die Rückbindung an einen von Gläubigen an- beziehungsweise wahrgenommenen göttlichen Urgrund. Jedoch griff auch die mittelalterliche Entlehnung ins Deutsche (Religion), unter anderem in Rückgriff auf Cicero, die an ' angelehnte Bedeutung samt der Abgrenzung zu ' beziehungsweise sogenanntem Aberglauben wieder auf.
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Reime auf Religion
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