Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Raubbau

Substantiv, maskulin[ˈʁaʊ̯pˌbaʊ̯]Raub · bauSeltenes Wort · Rang 24.417
Kurz erklärt

Raubbau (Substantiv) bedeutet: (Bergmannssprache, Landwirtschaft, Forstwesen) negative Konnotation: Nutzung natürlicher Ressourcen (beispielsweise Böden, Wasser, Luft, Wald) in einem so starken Ausmaß, dass diese Ressourcen schnell erschöpfen (Bergbau) beziehungsweise unwiderruflich geschädigt werden (Böden, Wasser, Luft, Wald). Häufige Synonyme sind Übernutzung.

Bedeutung

  1. (Bergmannssprache, Landwirtschaft, Forstwesen) negative Konnotation: Nutzung natürlicher Ressourcen (beispielsweise Böden, Wasser, Luft, Wald) in einem so starken Ausmaß, dass diese Ressourcen schnell erschöpfen (Bergbau) beziehungsweise unwiderruflich geschädigt werden (Böden, Wasser, Luft, Wald)

Beispielsätze

  • „Im Bergwerk Gittersee wird vor der Schließung im Raubbau noch rausgeholt was geht.“
  • „[…] ich [gehöre] zu der Generation, die Raubbau betreibt an unserem Planeten.“
  • „Der Raubbau geht, allen Nachweisen zum Trotz, weiter.“
  • „CO2, gespeichert als Kohlenstoff, macht Boden fruchtbar - und ist gut fürs Klima. Doch große Speicher sind bereits verloren, durch Raubbau am Boden.“
  • „Der weltweite Raubbau an der Natur nimmt nach einer Untersuchung des World Wildlife Fund For Nature (WWF) immer dramatischere Formen an.“
  • [Kolumbien:] „Die ungebremste Zerstörung des Regenwaldes ist nicht nur ein ökologisches und klimatisches, sondern auch ein menschliches Desaster. Der Raubbau zerstört die Lebensgrundlage der Waldbewohner.“

Synonyme für Raubbau

Übernutzung

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Nachhaltigkeit (nur annäherndes Gegenwort)

Deklination

Nominativ SingularRaubbau
Genitiv SingularRaubbaues
Genitiv Singular*Raubbaus
Dativ SingularRaubbau
Akkusativ SingularRaubbau

Redewendungen und typische Verbindungen

  • mit Verb: Raubbau betreiben, treiben, Raubbau anprangern, beenden, beklagen, stoppen, verhindern
  • mit Adjektiv: hemmungsloser, jahrelanger, jahrzehntelanger, kolonialer, massiver, rücksichtsloser, unverantwortlicher, ökologischer Raubbau
  • in Kombination: Raubbau am Regenwald, Raubbau am Tropenwald, Raubbau am Wald, Raubbau an den Lebensgrundlagen, Raubbau an der Natur
  • in Kombination (übertragen): Raubbau an der Gesundheit treiben, Raubbau mit seinen Kräften treiben

Herkunft

Bergbau: Ausbeutung von Minen so, dass die Rohstoffe nicht vollständig abgebaut werden können Determinativkompositum aus den Substantiven Raub und Bau

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.