der Qualm
Qualm (Substantiv) bedeutet: (als unangenehm empfundener) von einem Feuer aufsteigender dichter, quellender Rauch. Häufige Synonyme sind Rauch, Dunst, Schwalk.
Bedeutung
- (als unangenehm empfundener) von einem Feuer aufsteigender dichter, quellender Rauch
Beispielsätze
- Vom Qualm des Feuers waren wir halb erstickt.
- „Fern erhob sich die Silhouette der Brikettfabrik mit ihren Schloten, und die Schornsteine spien Qualm aus, schwarzen, undurchdringlichen Rauch, der sich wie ein Vorhang vor den Horizont legte. In dieser Wand aus Wolken und Qualm und Morgendunst stand blutrot die Sonnenscheibe.“
- „Die beiden eben verschwelenden Lichter, die mit ihrem Qualme die schon stickige Luft noch stickiger gemacht hatten, hatten allerlei Getier vom Garten her in das Zimmer gelockt, und nur über Art und Beschaffenheit desselben war noch ein Zweifel.“
- „Jetzt lohte es einmal heller aus dem aufgescharrten Sparricht; der Qualm teilte sich, Flackerschein fiel auf das sterbende Gesicht des Gemarterten.“
Synonyme für Qualm
Deklination
| Nominativ Singular | Qualm |
|---|---|
| Genitiv Singular | Qualms |
| Genitiv Singular* | Qualmes |
| Dativ Singular | Qualm |
| Dativ Singular* | Qualme |
| Akkusativ Singular | Qualm |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- beißender, dichter, dicker, weißer Qualm; einen starken Qualm ausstoßen
Herkunft
Bei dem Wort handelt es sich um eine Entlehnung aus dem Niederdeutschen. Das Wort gelangte im 16. Jahrhundert ins Hochdeutsche. Die nächstliegende Erklärung ist die Annahme eines Anschlusses an quellen, sodass sich mittelniederdeutsches ' ‚Dampf; Rauch‘ mit m-Suffix im Sinne von ‚Hervorquellendes‘ wohl zu ' ‚aufquellen, quellen; dünn, locker werden, aufwallen vor Zorn, Schmerz‘ stellen lässt. Es ist aber zu beachten, dass Wörter dieser Bedeutung in den indogermanischen Sprachen von der (nicht belegten aber erschlossenen) indogermanischen Wurzel *dʰeuə- ‚stieben, wirbeln‘ gebildet werden, die eine indogermanische Erweiterung *dʰwel- zeigt. Diese liegt vor in dem seit dem 8. Jahrhundert bezeugten althochdeutschen ' ‚Betäubung, Verwirrung‘ und dessen mittelhochdeutscher Entsprechung ' ‚betäubender Dunst, Betäubung‘ (vergleiche altsächsisch ' und altenglisch '), die letztendlich zu qualm geworden sein kann. Allerdings stimmen die bezeugten Bedeutungen nicht recht zu diesem Ansatz.
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