die Pusteblume
Pusteblume (Substantiv) bedeutet: (Deutschland, ugs., Österr., selten) abgeblühter Löwenzahn (regional auch: Butterblume, Hundeblume, Hundslattich, Kettenblume, Kuhblume, Saublume), dessen charakteristischer Samenstand aus kugelförmig angeordneten Samen besteht, die leicht weggepustet oder durch Wind leicht davongeweht werden können. Häufige Synonyme sind Löwenzahn, Butterblume, Laternenblume.
Bedeutung als Substantiv (die)
- (Deutschland, ugs., Österr., selten) abgeblühter Löwenzahn (regional auch: Butterblume, Hundeblume, Hundslattich, Kettenblume, Kuhblume, Saublume), dessen charakteristischer Samenstand aus kugelförmig angeordneten Samen besteht, die leicht weggepustet oder durch Wind leicht davongeweht werden können
Beispielsätze
- Wenn man gegen eine Pusteblume bläst, kann man die kleinen Samen an ihren Fallschirmen beim Umherwirbeln beobachten.
- „Es sah seltsam aus; ich dachte erst, es wär’ eine große weiße Pusteblume; aber — Gritta, ich bitte Dich, erschrick Dich nicht — sie bewegte sich, der alte Jude Abraham vom großen Meerschiff erhob sein weißhaariges Haupt und sah uns an!“
- „Mit seinem kleinen Bruder, der ungelenk hinterherstolpert, pflückt er Pusteblumen und bläst die Flocken ins Objektiv einer Videokamera.“
- „Unbehelligt vom kühlen Maiwetter haben Löwenzahnblüten die Wiesen zuerst mit leuchtendem Gelb überzogen, um dann als Pusteblumen die Kinder zu erfreuen.“
- „Im Garten pflückt er eine Pusteblume und reicht sie der alten Frau. Sie sieht zu, wie die weißen Propeller davon schweben, und lacht.“
Bedeutung als Redewendung
- (Deutschland, ugs.) drückt Enttäuschung darüber aus, dass die zuvor geäußerte Erwartung, der zuvor geäußerte Wunsch oder dergleichen nicht eingetreten ist, sondern genau das Gegenteil
Beispielsätze
- „‚[…] Alle denken, wir bekommen Nervenflattern, aber: Pusteblume‘, sagte “
- „Das ist dann so, dass – wenn du ein wohl verdientes Nickerchen machen möchtest – gleich ein Pressluftbohrer in deinem Ohr anfängt, auf und ab zu dröhnen. Aussetzt, wieder anfängt, aussetzt, wieder anfängt, wieder aussetzt, und dann kommt eine längere Pause und du denkst: Überstanden! Ja, Pusteblume! Jetzt geht es in dem anderen Ohr weiter, weil du dich auf die andere Seite gelegt hast.“
- „Da müsste Familienministerin ja noch mehr strahlen als sonst schon, wenn die die Mindestdauer auf 18 Wochen erhöht. Doch Pusteblume.“
- „Ein kurzer Schauer, 15 Minuten nur, dafür sollte man Verständnis haben. Aber Pusteblume, die Leute holen ja immer gleich ihre Outdoorjacken raus und verziehen die Gesichter.“
- „Eigentlich ist jetzt die Zeit, in der der Sommer nach Rilke im Rückspiegel sehr groß war, während sich der Mensch in den Herbst zurück- und wieder anzieht. Doch Pusteblume: Der Sommer ist immer noch groß, und der Mensch weiterhin nur notdürftig bekleidet.“
Synonyme für Pusteblume
Deklination
| Nominativ Singular | Pusteblume |
|---|---|
| Nominativ Plural | Pusteblumen |
| Genitiv Singular | Pusteblume |
| Genitiv Plural | Pusteblumen |
| Dativ Singular | Pusteblume |
| Dativ Plural | Pusteblumen |
| Akkusativ Singular | Pusteblume |
| Akkusativ Plural | Pusteblumen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Herkunft
Kompositum aus dem Stamm des Verbs pusten und dem Substantiv Blume Pfeifer zufolge ist das Wort zuerst im 19. Jahrhundert in niederdeutschen Mundarten bezeugt; wahrscheinlich ist es jedoch älter.
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Reime auf Pusteblume
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