Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Müll

Substantiv, maskulin[mʏl]MüllTop 5.000 · Alltagswortschatz
Kurz erklärt

Müll (Substantiv) bedeutet: gemischte Abfälle, wertlose Abfallmischung. Häufige Synonyme sind Ausschuss, Abfall, Schrott.

Bedeutung

  1. gemischte Abfälle, wertlose Abfallmischung
  2. (umgangssprachlich) Unsinn

Beispielsätze

  • Müll entsteht erst dadurch, dass verschiedene Abfälle zusammengeworfen werden und dann wegen ihrer gegenseitigen Verschmutzung nur noch schwer verwertbar sind.
  • „Wirklich sah ich sie, schon halb von Müll bedeckt, im Ascheneimer liegen, und dieser Anblick flößte mir Unbehagen ein.“
  • „Ich habe zum Beispiel wie andere Kinder auch im Park meinen Müll einfach in die Gegend geworfen.“
  • „Er roch immer noch nach Müll, den er bis kurz davor aus den Mülldeponien des Ortes entfernt hatte, aber das schien ihn nicht zu stören.“
  • Er redet nur noch Müll.
  • Sein Posteingang ist voller Müll.

Synonyme für Müll

AusschussAbfallSchrottSpreuUnratHausmüllKehrichtHausabfallAbfall, Ausschuss, Kehricht, Schrott, Unrat, in Österreich auch: MistBlödsinn, Stuss, Unfug, Unsinn

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Wertstoffe

Deklination

Nominativ SingularMüll
Genitiv SingularMülles
Genitiv Singular*Mülls
Dativ SingularMüll
Akkusativ SingularMüll

Wortfeld

Oberbegriffe

Unterbegriffe

Atommüll, Biomüll, Elektromüll, Elektronikmüll, Gewerbemüll, Giftmüll, Haushaltsmüll, Hausmüll, Industriemüll, Kompostmüll, Konsummüll, Krankenhausmüll, Kunststoffmüll, Nassmüll, Papiermüll, Plastikmüll, Problemmüll, Restmüll, Schiffsmüll, Sondermüll, Sperrmüll, Strahlenmüll, Wärmemüll, Weltraummüll, Wohlstandsmüll, Wortmüll, Verpackungsmüll, ZivilisationsmüllDatenmüll, e-Müll oder eMüll (für sog. Spam)

Redewendungen und typische Verbindungen

  • Müll reden - sinnloses, unbrauchbares Zeug sagen
  • Müll beseitigen - aufräumen
  • Müll abliefern, entsorgen, verbrennen
  • radioaktiver, stinkender Müll
  • im Müll leben
  • Müll reden, schreiben, senden, von sich geben

Herkunft

mittelhochdeutsch mulle, mul, althochdeutsch mulli „Abfall, Kehricht“, norddeutsch belegt seit dem 11./12. Jahrhundert, erst im 18. Jahrhundert auch schriftsprachlich im Hochdeutschen Müll war ursprünglich das, was durch ahd. "mullen", mhd. "müllen" = "zerstoßen", "zerreiben" (zum Beispiel in einer Mühle) entstanden war. Aus dem brauchbaren Mehl wurde der unbrauchbare Siebrest vom Müller entfernt. Für diese Abfallmischung aus Spelzen, Unkrautsamen, Holzstückchen, Bodenkrumen und so weiter hat sich die Bezeichnung Müll eingebürgert, diese wird heute für alle Abfallgemische und für sonstiges Unbrauchbares verwendet.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.