Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

die Marmelade

Substantiv, feminin[ˌmaʁməˈlaːdə]Mar · me · la · deTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Marmelade (Substantiv) bedeutet: mit Zucker eingekochtes Fruchtmark beziehungsweise eingekochte reife Früchte oder Beeren, die als Brotaufstrich verwendet werden. Häufige Synonyme sind Guts, Konfitüre, Fruchtaufstrich.

Bedeutung

  1. mit Zucker eingekochtes Fruchtmark beziehungsweise eingekochte reife Früchte oder Beeren, die als Brotaufstrich verwendet werden
  2. nach einer EU-Verordnung: aus süßen Zitrusfrüchten bestehender Brotaufstrich
  3. im übertragenen Sinn, umgangssprachlich: sich in lebhaftem Durcheinander bewegende und drängende Verkehrsteilnehmer

Beispielsätze

  • „Marmelade darf es nur heißen, wenn Zitrusfrüchte drin sind und 50 Prozent raffinierter Industriezucker. […] Nicht ganz zu verstehen ist, warum es nun bei einem Fruchtanteil über 50 Prozent Aufstrich und der Beigabe von Honig oder Rohrzucker nicht Marmelade heißen darf, sondern eben Aufstrich. Da ist das deutsche Sprachgefühl ein wenig gestört. Denn Marmelade klingt anspruchsvoller als Fruchtaufstrich.“
  • „Der in Deutschland und Österreich verbreitete Begriff ‚Marmelade‘ darf laut Richtlinie 2001/113/EG nicht mehr verwendet werden, wenn der Fruchtaufstrich nicht nur aus Zitrusfrüchten besteht.“
  • „Marmelade stand auf dem Tisch.“
  • „In Efes Tasche befanden sich eine Plastiktüte mit sechs Brötchen, ein Glas Marmelade, eine Packung Schinken, ein Tetrapack Orangensaft und ein Bündel harter Bananen, die irgendwie künstlich aussahen.“
  • „Nur Zitrusfrüchte werden zu Marmeladen verarbeitet: Fruchtmark, Schale oder Saft, gemischt mit Wasser und Zucker. Auf 1000 g entfallen mindestens 200 g Fruchtmenge.“
  • Er strich die Marmelade auf sein Brot.

Synonyme für Marmelade

GutsKonfitüreFruchtaufstrichSießschmeerSchleckslSchmärselStrichiGsälzDeutschland, Österreich amtlich; sonst Schweiz: Konfitüre; umgangssprachlich: Beamtenbutter, Jam, Marmelitsch/Marmelitschka/Marmelutschka, Schweiz: KonfiVerkehrsgewühl

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Kompott, Latwerge, Mus, Powidl

Deklination

Nominativ SingularMarmelade
Nominativ PluralMarmeladen
Genitiv SingularMarmelade
Genitiv PluralMarmeladen
Dativ SingularMarmelade
Dativ PluralMarmeladen
Akkusativ SingularMarmelade
Akkusativ PluralMarmeladen

Wortfeld

Oberbegriffe

BrotaufstrichVerkehr

Unterbegriffe

Apfelmarmelade, Aprikosenmarmelade, Birnenmarmelade, Brombeermarmelade, Erdbeermarmelade, Feigenmarmelade, Hagebuttenmarmelade, Himbeermarmelade, Ingwermarmelade, Johannisbeermarmelade, Kirschmarmelade, Pflaumenmarmelade, Preiselbeermarmelade, Quittenmarmelade, Stachelbeermarmeladeösterreichisch: Ribiselmarmelade, Zwetschkenmarmeladeösterreichisch, schweizerisch: Marillenmarmeladesüddeutsch: ZwetschgenmarmeladeGrapefruitmarmelade, Mandarinenmarmelade, Orangenmarmelade, PampelmusenmarmeladeDreifruchtmarmelade, Mehrfruchtmarmelade, Vierfruchtmarmelade

Redewendungen und typische Verbindungen

  • umgangssprachlich: wer sagt denn, dass Marmelade keine Kraft gibt?
  • süße Marmelade, wohlschmeckende Marmelade, künstlich gefärbte Marmelade; ein Glas Marmelade, ein Löffel Marmelade, ein Schüsselchen Marmelade; Marmelade aufs Brot streichen, Marmelade einkochen, Marmelade essen

Herkunft

seit dem 16. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung (wohl über französisch ') aus portugiesisch ' „Quittenmus“, einer Ableitung von portugiesisch ' „Honigapfel, Quitte“; dieses ist ein Erbwort aus spätlateinisch ' , das über lateinisch ' aus griechisch ' stammt; das griechische Wort ist eine Zusammensetzung aus ' „Honig“ und ' „Apfel“; die Bedeutungsausweitung erfolgt nach dem Französischen, vergleiche aber neuenglisch ' „Orangenmarmelade“ etwa seit 1957 umgangssprachlich bezeugte Bedeutungsübertragung von „zerkochtes Obstgemisch“

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.