karg
karg (Adjektiv) bedeutet: bezogen auf eine Menge (beispielsweise Nahrung, Lohn): (sehr) knapp, gering, wenig. Häufige Synonyme sind einfach, wenig, klein.
Bedeutung
- bezogen auf eine Menge (beispielsweise Nahrung, Lohn): (sehr) knapp, gering, wenig
- ohne Verschönerungen, sehr einfach
- (Landwirtschaft) ertragsarm
- mit dem, was man zu geben bereit ist, zurückhaltend
- veraltend: penibel darauf achtend, so viel wie möglich für sich zu behalten
Beispielsätze
- Ich erhalte nur einen kargen Lohn, ich kann mir nur das Nötigste kaufen.
- Der Photograph musste mit dem kargem Licht zurechtkommen.
- [Diät:] „In dem kargen Speiseplan enthalten sind fast ausschließlich Proteine (Eiweiße) und Lipide (Fette).“
- „In Europa wurden die ersten Weizenarten, Einkorn und Emmer, im Mittelmeerraum angebaut. Getreide konnte gut gelagert werden und half den Menschen durch die karge Winterzeit.“
- [Ackerbau vor 2.500 Jahren:] „Das karge, oft einseitige Nahrungsangebot fordert seinen Tribut: Die sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter leiden unter Darmparasiten, Karies und rheumatischen Beschwerden, sie sind kleiner, schwächer und sterben früher als ihre nomadisierenden Ahnen.“
- „Die kargen und saueren Lebensbedingungen stellen Pflanzen und Tiere im Hochmoor vor besondere Herausforderungen.“
Synonyme für karg
Gegenteil
Steigerung
| Positiv | karg |
|---|---|
| Komparativ | karger |
| Komparativ* | kärger |
| Superlativ | kargsten |
| Superlativ* | kärgsten |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- mit Substantiv: eine karge Bezahlung / Kost / Mahlzeit / Rente, ein karger Applaus / Beifall / Jubel / Lohn, ein karges Angebot / Echo / Essen / Frühstück / Gehalt / Licht / Mahl, eine karg bemessene Freizeit / Zeit
- mit Substantiv: eine karge Ausstattung / Behausung / Halle / Unterkunft / Wand, ein karger Raum / Schmuck / Saal, ein karges Ambiente / Büro / Dekor / Zimmer
- mit Substantiv (Theater, Literatur): eine karge Handlung / Sprache
- adverbiell: etwas karg ausstatten / dekorieren / einrichten
Herkunft
seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: karc „listig, sparsam, schlau“; mittelniederdeutsch: karich; althochdeutsch: charag, karag „traurig, reuig“; dieses ist ein Denominativ zu althochdeutsch chara, kara „Klage, Reue, Kummer“; aus germanisch: *karō „Sorge, Kummer“; etymologische Verwandtschaften bestehen zu niederländisch karig „karg, spärlich“ (mittelniederländisch: cārich); altenglisch: cearu, cearig „traurig“, englisch: chary „behutsam“; vergleiche das erste Element im Wort Karfreitag
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Reime auf karg
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