Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Hengst

Substantiv, maskulin[hɛŋst]HengstTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Hengst (Substantiv) bedeutet: (Zoologie) unverschnittenes männliches Tier bei Pferd, Esel, Dromedar, Kamel und Zebra; auch in Bezug auf Giraffen kommt der Begriff „Hengst“ (Giraffenhengst) gelegentlich vor (anstatt Giraffenbulle).

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (Zoologie) unverschnittenes männliches Tier bei Pferd, Esel, Dromedar, Kamel und Zebra; auch in Bezug auf Giraffen kommt der Begriff „Hengst“ (Giraffenhengst) gelegentlich vor (anstatt Giraffenbulle)
  2. (Zoologie) männliches Tier aus der Familie der Einhufer und Kamele
  3. (übertragen) attraktiver, muskulöser Mann

Beispielsätze

  • Der Hengst galoppiert den Zaun entlang.
  • Es war in dieser Zeit ohne planvolle Zucht üblich, die Stuten nach der Feldarbeit frei laufen zu lassen; der gemeindeeigene Hengst, der ebenfalls frei in der Gemarkung lief, konnte so die rossigen Stuten aufsuchen und belegen. Aus einer solchen wilden Zucht ist auch das Hofgestüt der Landgrafen von Kurhessen-Kassel hervorgegangen.
  • „Im Marstall des Sultans standen australische Rappen und prächtige isabellfarbige Hengste in sauberen Boxen.“
  • Plötzlich erschien eine Kamelkarawane aus der Wüste, geführt von einem Scheich auf einem mächtigen Hengst.
  • Was wollte eine Frau wie Renate mit einem Hengst wie diesem Klaus?

Bedeutung als Substantiv (der/die)

  1. deutschsprachiger Nachname, Familienname

Beispielsätze

  • Frau Hengst kann die Ostfriesenwitze nicht mehr hören.
  • Auf dem Grundstück der Hengsts stehen einige große Eichen.

Gegenteil

Stute, Wallach

Deklination

Nominativ SingularHengst
Nominativ PluralHengste
Genitiv SingularHengsts
Genitiv Singular*Hengstes
Genitiv PluralHengste
Dativ SingularHengst
Dativ PluralHengsten
Akkusativ SingularHengst
Akkusativ PluralHengste

Wortfeld

Oberbegriffe

Esel, Kamel, Pferd, Tier, Zebra

Unterbegriffe

Araberhengst, Eselhengst, Fuchshengst, Jungstute, Leithengst, Kamelhengst, Pferdehengst, Reithengst, Spitzenhengst, Zebrahengst, Zuchthengstübertragen: Bürohengst, Deckhengst, Paragrafenhengst, Schreibstubenhengst

Redewendungen und typische Verbindungen

  • der einjährige / zweijährige / dreijährige Hengst; einen Hengst kören lassen

Herkunft

seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; im Sinne von ‚unverschnittenes Pferdemännchen‘ seit dem 15. Jh., eher hat sich die Bedeutung aus gegensätzlichem ‚Wallach‘ gewandelt. Zu mittelhochdeutsch heng(e)st ‚Wallach‘, zu althochdeutsch hengist ‚dasselbe‘, zu westgermanisch *hangistaz, Nebenform ohne grammatischen Wechsel von *hanhistaz, woraus schwedisch ', dänisch / norwegisch ' und isländisch ', alle ‚Pferd‘. Es führt auf indogermanischem *ḱonk-is-to- zurück, wohl eine als Nomen agentis dienende st-Bildung zu einem Adjektiv *ḱonk-, vergleiche walisisch caseg ‚Stute‘, litauisch šankùs ‚beweglich, schnell, hitzig‘, šankìnti ‚springen lassen (ein Pferd)‘.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.