Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

grün

Adjektiv[ɡʁyːn]grünTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

grün (Adjektiv) bedeutet: die Farbe Grün zeigend, die im Lichtspektrum zwischen Gelb und Blau liegt (Wellenlänge 520–565 nm). Häufige Synonyme sind unwissend, unerfahren, umweltfreundlich.

Bedeutung

  1. die Farbe Grün zeigend, die im Lichtspektrum zwischen Gelb und Blau liegt (Wellenlänge 520–565 nm).
  2. (Frucht) unreif
  3. (Pflanze) im Saft stehend, sprossend; bildhaft für Lebewesen und Abstrakta: lebend, vor Leben strotzend
  4. Person, teilweise auch Jungtier anderer Lebewesen: noch jung, unreif, unerfahren
  5. (Fleisch) , Speck, Fisch: nicht geräuchert oder gepökelt, roh
  6. (Politik) zu einer ökologisch orientierten politischen Richtung gehörend
  7. (Ampel) grün[1] leuchtend und damit Durchfahrt gestattend
  8. von manchen Manometern, Thermometern und anderen analogen Messgeräten mit farblich markierter Skala, elliptisch: anzeigend, dass die Messgröße im zulässigen Bereich liegt (der auf der Skala in der Regel mit einem grün markierten Intervall ausgewiesen ist)

Beispielsätze

  • Er mischte grüne und rote Farbe.
  • Dein Bauchweh kommt von den grünen Pflaumen.
  • Er schnitt grünes Holz.
  • Manche Bäume soll man nicht schneiden, solange sie grün sind; sie bluten sonst, das schadet ihnen.
  • bildhaft
  • „Grau, theurer Freund, ist alle Theorie

Synonyme für grün

unwissendunerfahrenumweltfreundlichunreifumweltbewusstunqualifiziertumweltschonendumweltverträglichprimanerhaftkeimend, sprossend, wachsendunerfahren, unreifökologischnormal

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

reiferfahren, reifgeräuchert, gepökeltHaltegebot: rot, Warnung vor baldigem Haltegebot: gelb, außer Betrieb: ausGefahrbereich: rot; Übergangsbereich: orange

Steigerung

Positivgrün
Komparativgrüner
Superlativgrünsten

Wortfeld

Oberbegriffe

Unterbegriffe

allgemein: blassgrün, blaugrün, braungrün, dunkelgrün, gelbgrün, grellgrün, hellgrün, knallgrün, lichtgrün, lindgrün, mattgrün, quietschgrün, saftgrün, sattgrün, tiefgrün, türkisgrün, zartgrünauf ein spezielles Objekt oder Subjekt bezogen: apfelgrün, arsengrün, avocadogrün, efeugrün, erbsengrün, flaschengrün, froschgrün, frühlingsgrün, gallengrün, giftgrün, goldgrün, grasgrün, graugrün, jadegrün, jägergrün, kotzgrün, laubgrün, lauchgrün, liliengrün, limonengrün, lorbeergrün, malachitgrün, meergrün, moosgrün, nilgrün, olivgrün, papageiengrün, pfefferminzgrün, pistaziengrün, quietschgrün, resedagrün, salatgrün, samtgrün, smaragdgrün, sommergrün, spinatgrün, tannengrün, wiesengrün, zeisiggrünschwarzgrünimmergrün, regengrünrotgrün

Redewendungen und typische Verbindungen

  • jemanden grün und blau schlagen – jemanden so heftig schlagen, dass er (grünblaue) Blutergüsse davon bekommt
  • noch grün hinter den Ohren sein – noch unreif sein
  • grüner wird's nicht! – Aufforderung, mit dem Auto loszufahren, weil die Ampel grün zeigt
  • grünes Licht geben – freie Fahrt erlauben
  • alles ist im grünen Bereich – alles ist, wie es sein soll; es gibt kein Anzeichen einer Gefahr
  • grüner Junge
  • grüne Lunge, grüne Grenze, grüne Hölle
  • grüne Hochzeit, Grüne Insel, grüne Minna, grüner Star, grüne Versicherungskarte, grüne Welle, grüne Witwe, Grüne Woche
  • das Grüne Gewölbe, Die Grünen

Herkunft

Grün geht auf das althochdeutsche gruoni zurück. Dieses und das mittelhochdeutsche grüene, das altsächsische grōni, das mittelniederdeutsche grȫne, das mittelniederländische groene, das niederländische , das altenglische , das englische , das altnordische ' sowie das schwedische ' gehen auf ein zur Zeit des Neuhochdeutschen untergegangenes Verb zurück, das im Althochdeutschen gruoen, im Mittelhochdeutschen grüejen (wachsen, sprießen), im Mittelniederdeutschen grōjen, im Mittelniederländischen groeyen und grōyen, im Niederländischen ' (wachsen), im Altenglischen ' (wachsen, sprießen), im Englischen ' (wachsen) und im Altnordischen ' (wachsen, grünen) lautete. Sowohl das Adjektiv als auch das Verb lassen sich auf die indoeuropäische Form *ghrō- und somit auf die indoeuropäische Wurzel *gher- und *gherə- (hervorstechen (bei Trieben von Pflanzen, Stacheln, Borsten, Kanten), wachsen, grünen). Verwandte Formen sind Grat, Gräte, Granne und Gras.Angesichts dieser Herkunft lassen sich für grün die Bedeutungen ‚sprießend‘ und ‚hervorwachsend‘ erschließen. Jedoch wurde die Bedeutung schon sehr früh auf die Farbe der sprießenden Pflanzen beschränkt und damit stand das Adjektiv eigentlich für ‚von einer Farbe wie sprießende Pflanzen‘. Im Deutschen wird grün allerdings nicht nur als Farbadjektiv benutzt, sondern bildet auch das Gegenteil von trocken und verwelkt und von reif und rot. Da Grün zudem mit dem Frühling in Verbindung gebracht wird, wurde die Farbe zum Sinnbild von Freude, Frohsinn und Hoffnung.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.