die Geste
Geste (Substantiv) bedeutet: bildhaftes oder konventionelles Zeichen durch Bewegungen der Hände, Arme, Schultern, Fingern, des Kopfes, Gesichts, Oberkörpers und bestimmten Fingerkonfigurationen zwecks Kommunikation, oft nur einzeln ausgeführt gleichwertig einer Interjektion oder satzähnlich angereiht. Häufige Synonyme sind Zeichen, Wink, Fingerzeig.
Bedeutung
- bildhaftes oder konventionelles Zeichen durch Bewegungen der Hände, Arme, Schultern, Fingern, des Kopfes, Gesichts, Oberkörpers und bestimmten Fingerkonfigurationen zwecks Kommunikation, oft nur einzeln ausgeführt gleichwertig einer Interjektion oder satzähnlich angereiht
- spontane oder bewusst eingesetzte, ausdrucksvolle Bewegung des Körpers, besonders der Hände und des Kopfes, die jemandes Worte hervorhebend begleitet oder ersetzt (und eine bestimmte innere Haltung ausdrückt)
- (bezüglich Musical, Oper, Theater) bewusste symbolhaft verdeutlichende Körperbewegungen, die zur Kommentierung des Gesagten bzw. Gesungenen dienen
- (übertragen) symbolträchtige Handlung, sinnbildhaftes Zeichen oder zeichenhafte Mitteilung, die (als unverbindliche Höflichkeitsformel) etwas indirekt ausdrücken soll
- (Informatik) bestimmte Aktionen auslösende Bewegung mit einer Maus, einem stiftbasierten Eingabegerät oder (auf berührungsempfindlichen Bildschirmen) mit den Fingern
Beispielsätze
- In Gesten versuchte der Reisende den Zweck seiner Reise den Einheimischen zu erklären.
- „Mit einer bescheidenen Geste versuchte der junge Famulus anzudeuten, daß auch ihm Materie und Begriff fremd seien.“
- „Als ich die Zahnarztpraxis verließ, stand unten auf der Straße ein Mann mit einem Backenbart, der mir mit den Augen zuzwinkerte; er machte eine merkwürdige Geste, indem er die Wand des nächsten Hauses hinauf zeigte.“
- „Und es war diese Geste, die ihn anrührte.“
- „Im Bug wackeln Narren mit den Schellenkappen und machen obszöne Gesten, die sich im Wandel der Jahrhunderte erstaunlich wenig gewandelt haben.“
- Er unterstützte seine Rede durch eindringliche Gesten.
Synonyme für Geste
Deklination
| Nominativ Singular | Geste |
|---|---|
| Nominativ Plural | Gesten |
| Genitiv Singular | Geste |
| Genitiv Plural | Gesten |
| Dativ Singular | Geste |
| Dativ Plural | Gesten |
| Akkusativ Singular | Geste |
| Akkusativ Plural | Gesten |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- jemanden mit beredten Gesten ins Haus bitten oder jemanden mit einer einladenden Geste ins Haus bitten
- mit einer einladenden Geste auf etwas deuten
- die Geste zählt
- eine abwehrende Geste, eine beruhigende Geste, eine fahrige Geste, eine feierliche Geste, eine hilflose Geste, eine unwillige Geste, eine verlegene Geste, eine zustimmende Geste
- seine Worte durch heftige Gesten unterstreichen, mit ausholenden Gesten begleiten, mit großen Gesten begleiten, mit beschwörenden Gesten, mit einfachen Gesten, mit lebhaften Gesten, mit pathetischen Gesten, mit sparsamen Gesten
- freundliche Geste, höfliche Geste, leere Geste
Herkunft
Ende des 15. Jahrhunderts aus lateinisch ' "Gebärdenspiel des Schauspielers, Schaustellers oder Redners" entlehnt; seinerseits deverbativ zu gerere "tragen; zur Schau tragen; aus-, vollführen; (reflexiv) sich benehmen"; zunächst in der lateinischen Form, dann aus dem Plural gesten zurückgebildet; gleichfalls von altfranzösisch geste in der Bedeutung von "Geschichte, Erzählung von Abenteuern" beeinflusst, sowie unter späterem mittelniederländischen Einfluss zur heutigen Bedeutung von "Hand- oder Körperbewegung" erweitert.
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