Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

das Gedöns

Substantiv, neutrum[ɡəˈdøːns]Ge · dönsSeltenes Wort · Rang 18.848
Kurz erklärt

Gedöns (Substantiv) bedeutet: (ugs., pej.) unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue. Häufige Synonyme sind Dinge, Sachen, Teile.

Bedeutung

  1. (ugs., pej.) unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue
  2. (ugs., pej.) unnötige Gegenstände, Kram

Beispielsätze

  • Mach doch nicht so’n Gedöns! (= Mach nicht soviel Aufhebens um etwas!)
  • Räum jetzt erst mal das ganze Gedöns hier weg!
  • „Auf dem Dachboden stand bald noch mehr Plunder und Gedöns rum als im Keller.“
  • Nurjan, die jüngere Tochter, erinnert sich genau, wie es war, wenn die Familie, das Auto voll bepackt, wieder nach Deutschland zurückkam. „Anstatt dass wir irgendetwas gekauft haben, haben unsere Eltern Paprika und Auberginen und das ganze Gedöns gebracht. Weil es besser geschmeckt hat, weil es sie in Deutschland nicht gab, weil es Teil der Kultur war.“

Synonyme für Gedöns

DingeSachenTeileTheaterZeugAufwandAngabeLärmKlamottenAufstandKramSchrottAffektiertheit, Aufheben, Brimborium, Getöse, Getue, Gewese, Gehabe, Gespreiztheit, Geziere, Mache, Manieriertheit, Überfeinerung, GerappelFirlefanz, Geraffel, Kram, Plunder, Schnickschnack, Zeug

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularGedöns
Genitiv SingularGedöns
Genitiv Singular*Gedönses
Dativ SingularGedöns
Dativ Singular*Gedönse
Akkusativ SingularGedöns

Wortfeld

Unterbegriffe

Frauen-Gedöns, Männer-Gedöns, Influencer-Gedöns

Herkunft

Entlehnt aus dem Niederdeutschen Gedööns ‚Gerede, Gewese, Zeug‘, Entsprechung zu veraltetem Gedens(e) ‚schleppender Zug, Treck, Gezerre, Handgemenge‘, zu mittelhochdeutsch gedense ‚Herumziehen; Hin- und Herzerren‘, zu dinsen ‚ziehen, schleppen‘ gebildet. Weitere siehe gedunsen. Das Wort erlangte im Deutschen ab 1998 eine größere Bekanntheit, als der damalige Bundeskanzlerkandidat Gerhard Schröder eine Ministerin suchte für das "Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen und Jugend", das er "Familie und das andere Gedöns" nannte, was später als abwertend rezipiert wurde. Es gibt unterschiedliche Versionen, wo und wann exakt er den Begriff prägte.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.