die Feder
Feder (Substantiv) bedeutet: (Biologie) aus der Haut von Vögeln wachsendes, aus Keratin bestehendes Gebilde mit einer Art hornigem Stiel (dem sogenannten »Kiel«), von dem aus sich feine rippen- oder fadenartige Verästelungen (die sogenannte »Fahne«) abzweigen, und die Gesamtheit dieser Gebilde das Gefieder bildet. Häufige Synonyme sind Federkiel, Schreibfeder, Tuschfeder.
Bedeutung als Substantiv (die)
- (Biologie) aus der Haut von Vögeln wachsendes, aus Keratin bestehendes Gebilde mit einer Art hornigem Stiel (dem sogenannten »Kiel«), von dem aus sich feine rippen- oder fadenartige Verästelungen (die sogenannte »Fahne«) abzweigen, und die Gesamtheit dieser Gebilde das Gefieder bildet
- früher aus dem Kiel von [1] gefertigtes Gerät zum Schreiben und Zeichnen
- (zumeist elastisches, metallenes) spitz zulaufendes Plättchen zum Einsetzen in einen Federhalter, das dem Schreiben (mit Tinte) und dem Zeichnen (mit Tusche) dient; auch diese Art von Plättchen an einem Füller
- Federhalter samt dem unter [3] beschriebenen Plättchen
- (Österr., Südostdeutschland) Schreibgerät mit einem kleinen Behälter für Tinte, der das Schreiben über einen längeren Zeitraum ermöglicht
- Art und Weise des schriftlichen Ausdrucks, Stils
- (Technik) (zumeist spiraliges oder blattförmiges) Bauteil, das durch elastische Verformung mechanische Energie speichert und wieder abgibt, indem es Druck oder Zug, Biegung oder Dehnung aushält und abfängt oder ausübt
- (Handwerk, speziell, Tischlerei) (dünne) Leiste, die an einem (dickeren) Brett übersteht oder angefügt wird, um in eine rinnenartige Vertiefung (der sogenannten »Nut«) eines anderen Brettes zur Schaffung einer Verbindung eingepasst zu werden
Beispielsätze
- „Du häßlicher Vogel, wirst du einst
- Mir in die Hände fallen
- So rupfe ich dir die Federn aus
- Und hacke dir ab die Krallen.“
- „Zugleich sträubten sich auch die Federn des Papageis.“
- „Denn während man 1840 im Jahr nur 1000 Kilo Federn aus Südafrika ausführte, waren es 1910 schon 370 000 Kilo geworden. Man rupft den Hähnen die Federn nicht aus, sondern schneidet sie dicht über der Haut ab.“
Bedeutung als Substantiv (der/die)
- deutschsprachiger Nachname, Familienname
Beispielsätze
- Frau Feder ist ein Genie im Verkauf.
- Herr Feder wollte uns kein Interview geben.
- Die Feders fliegen heute nach La Paz.
- Der Feder trägt nie die Schals, die die Feder ihm strickt.
- Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Feder kommt, geht der Herr Feder.“
- Feder kommt und geht.
Synonyme für Feder
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Feder |
|---|---|
| Nominativ Plural | Federn |
| Genitiv Singular | Feder |
| Genitiv Plural | Federn |
| Dativ Singular | Feder |
| Dativ Plural | Federn |
| Akkusativ Singular | Feder |
| Akkusativ Plural | Federn |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- aus den Federn
- bunte Federn
- Federn haben
- Federn lassen
- in den Federn
- bunte, prächtige, schillernde, schwarze, weiße Federn; gespreizte, zersauste Federn; Federn schleißen; die Federn (des Hahnes, Pfaues) sträuben sich, spreizen sich; Federn (in der Mauser) verlieren; einem Vogel (die) Federn ausrupfen; Federn fliegen davon, wippen; ein mit Federn gefülltes Kissen; eine Feder am Hut tragen
- eine Feder (zum Schreiben) abziehen, schneiden, zuschneiden
- die Feder (ins Tintenfass) eintauchen; die Feder kleckst, kratzt; mit einer breiten, dünnen Feder schreiben, zeichnen; mit Tinte, Tusche und Feder
- die Feder in die Hand nehmen; mit der Feder schreiben, zur Feder greifen; der Tod nimmt jemandem die Feder aus der Hand
Herkunft
Es handelt sich um ein Erbwort, das über die mittelhochdeutschen Formen / und ) bezeugte althochdeutsche ' / und ' sowie altnordisches ') zurückgeht. All diese Formen entstammen der (erschlossenen) germanischen Form *fed(u)rō (*feþrō) ‚Feder‘, einer Zugehörigkeitsbildung zur (erschlossenen) indoeuropäischen Form *petor/n- ‚Flügel‘, die ihrerseits auf die (erschlossene) indoeuropäische Wurzel *pet(ə)- ‚auf etwas los- oder niederstürzen; hinschießen; fliegen; fallen‘ beruht. Aus dieser Wurzel gingen ebenfalls hervor altindisches ‚fliegt, ‚fliegen‘, ‚Fall‘, lateinisches ' [altlateinisch pesna, sowie abgeleitet in altindischem ‚fliegend; Vogel‘ und kymrischem ' ‚Vogel‘ neben kymrischem ' ‚Flügel‘.
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Reime auf Feder
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