die Direktwahl
Kurz erklärt
Direktwahl (Substantiv) bedeutet: (Politik) Stimmabgabe von Wählenden für eine Person/einen Kandidaten (und keine Wahl von Vertretern über eine Partei, Wahlleute oder eine Liste). Häufige Synonyme sind Urwahl.
Bedeutung
- (Politik) Stimmabgabe von Wählenden für eine Person/einen Kandidaten (und keine Wahl von Vertretern über eine Partei, Wahlleute oder eine Liste)
- (Telekommunikation, veraltend) Anwählen eines Gesprächspartners, beispielsweise mit Hilfe von Tasten und ohne eine Vermittlung oder ein Fräulein vom Amt
Beispielsätze
- Bei einer Direktwahl haben Populisten bessere, Technokraten schlechtere Chancen.
- [Italien:] „Geht es nach Amtsinhabern Giorgia Meloni sollen künftige Premierministerinnnen und -minister durch eine Direktwahl der Bevölkerung gewählt werden.“
- „Das Repräsentantenhaus hatte insgesamt 27 Mitglieder, von denen 19 in einer Direktwahl gewählt wurden.“
- […]; „aber erst die Weimarer Verfassung von 1919 begründete eine r. D. [Anmerkung: repräsentative Demokratie], die sowohl Elemente eines parlamentarischen (Direktwahl des Reichstages) als auch eines präsidentiellen Regierungssystems enthielt (Direktwahl des Reichspräsidenten).“
- „Bis zur ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments (EP) 1979 war es ein langer Weg.“
- „Das Europäische Parlament schlug im Sommer 1998 einheitliche Grundsätze für die Direktwahlen zum Europäischen Parlament vom 10. bis 13. Juni 1999 vor, die den Mitgliedstaaten einen gewissen Spielraum bei der Ausgestaltung lassen sollten.“
Synonyme für Direktwahl
Urwahl
Gegenteil
Listenwahl
Deklination
| Nominativ Singular | Direktwahl |
|---|---|
| Nominativ Plural | Direktwahlen |
| Genitiv Singular | Direktwahl |
| Genitiv Plural | Direktwahlen |
| Dativ Singular | Direktwahl |
| Dativ Plural | Direktwahlen |
| Akkusativ Singular | Direktwahl |
| Akkusativ Plural | Direktwahlen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- mit Substantiv: Direktwahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin, des Bundespräsidenten/der Bundespräsidentin, des Landrats/der Landrätin, des Präsidenten/der Präsidentin, des Staatsoberhaupts
- mit Substantiv: die Einführung / Abschaffung einer Direktwahl
- mit Verb: eine Direktwahl fordern / verlangen / vorschlagen / vorsehen; die Direktwahl ablehnen / abschaffen; eine Direktwahl durchsetzen / einführen
Herkunft
Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Adjektiv direkt und dem Substantiv Wahl
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