Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

da

Adverb[daː]daTop 500 der häufigsten Wörter
Kurz erklärt

da (Adverb) bedeutet: an dieser (etwas entfernten) Stelle, an jenem (etwas entfernten) Ort. Häufige Synonyme sind ja, hier, also.

Bedeutung als Adverb

  1. an dieser (etwas entfernten) Stelle, an jenem (etwas entfernten) Ort
  2. an dieser Stelle, an diesem Ort (an der/dem sich der Sprecher/die Sprecherin befindet oder auf den dieser/diese hindeutet)
  3. zu diesem Zeitpunkt, in diesem Moment
  4. unter dieser Bedingung, unter diesen Umständen
  5. in dieser Hinsicht
  6. ein Gespräch eröffnend, eine Schilderung einleitend

Beispielsätze

  • Das Buch liegt da.
  • Ist das Heft nicht in der Küche? Ich hatte es da gesehen.
  • Da, wo die Bäume wachsen.
  • Wir sollen da hinauf laufen?
  • attributiv, einem Pronomen nachgestellt; stets unbetont: He, Sie da, Sie haben etwas verloren.
  • attributiv, einem Nomen nachgestellt; stets unbetont: Die Bluse da gefällt mir besser.

Bedeutung als Konjunktion

  1. leitet begründende oder erläuternde Gliedsätze ein, auf denen kein besonderer Nachdruck liegt
  2. (geh., Bedvatd.) als
  3. leitet einen begründenden Gliedsatz ein
  4. (geh.) leitet einen Relativsatz ein
  5. (Bedva.) leitet einen konzessiven, adversativen Gliedsatz ein

Beispielsätze

  • Er ist verpflichtet Stillschweigen zu bewahren, da er Geheimnisträger ist.
  • Da es nicht geht, würde ich mich über Ratschläge freuen.
  • „Die Literatur bleibt, wie je, eine Macht; und da die Macht sich allgemein faßlich in Geld ausdrückt, so fällt ihr Geld zu.“
  • „Entschuldige schon, aber wie erbärmlich sind all diese selbstbetrügerischen Machenschaften; und da Du schon die Selbstironie zur Hilfe herangezogen hast, so gestatte mir, daß ich Dir den Rat gebe: Lache Dich einmal vor dem Spiegel gründlich über Dich selbst aus, bis Dich das Lachen schüttelt und Du Deine ganze Angst und Feigheit von Dir abgeschüttelt hast.“
  • „Auch der Name des Verfassers spielte keine Rolle, zumal da alles Geschriebene allmählich in den Zustand der Anonymität gelangte und es ausschließlich auf den Gehalt des Werks ankam, nicht aber darauf, wer es hervorgebracht hatte oder wem es zugeschrieben wurde.“
  • „Ich gebe meine Erinnerungen mit aller Vorsicht wieder, da ich mich auf manche Einzelheit nicht mehr besinnen kann, und bemerke zunächst, daß die Gespräche, mit einer einzigen Ausnahme, ausschließlich in meinem Atelier stattfanden.“

Bedeutung als Abkürzung

  1. Deka-
  2. Deziar

Synonyme für da

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Redewendungen und typische Verbindungen

  • da und da
  • da und dort
  • hier und da/hie und da
  • da möchte ich nicht begraben sein
  • da ist guter Rat teuer
  • da draußen, da drinnen, da drüben, da hinten, da oben, da unten, da vorn/vorne; da heraus, da herein, da herunter, da hinab, da hinauf, da hinein, da hinüber; von da aus zum Flughafen kommen
  • Platz da!, weg da!
  • von da ab/an

Herkunft

Es handelt sich um zwei seit dem 8. Jahrhundert bezeugte Erbwörter aus dem Althochdeutschen, die im Spätmittelhochdeutschen zusammenfielen. Die ersten beiden Bedeutungen gehen auf ein Wort zurück, dessen althochdeutsche Formen ', ' und ' lauteten (vergleiche altsächsisch ', altenglisch '), die im Mittelhochdeutschen ' und ' (vergleiche altfriesisch ', mittelniederdeutsch ', mittelniederländisch ' und ') ergaben. All diese Formen gehen zurück auf (nicht belegtes, aber rekonstruiertes) westgermanisches *þǣr. Im Gegensatz dazu entstammen gotisches und altnordisches ' einer kurzvokalischen westgermanischen Form *þar (vergleiche schwedisch '). Beide westgermanische Formen sind eine Lokativ-Bildung auf -r zu dem (erschlossenen) indoeuropäischen demonstrativen Pronominalstamm *to- mit verschiedenen Ablautformen oder verschiedenen Vokalentwicklungen unter Sonderbedingungen wie dem Satztiefton (vergleiche altindisch ‚damals‘). Das auslautende -r schwindet in solchen unbetonten Wörtern seit dem Mittelhochdeutschen (wenngleich allerdings im 15. bis 18. Jahrhundert eine vorübergehende Neubelebung von dar eintritt), sodass es vom Spätmittelhochdeutschen an zu einem formalen Zusammenfall mit dem nachfolgend unten behandelten zweiten Erbwort kommt. In Zusammenrückungen, etwa bei zusammengesetzten Pronominaladverbien, vor vokalischem Anlaut (wie »daran«, »darauf«, »darüber«; hier aber schon im Althochdeutschen Vermischung mit den entsprechenden Bildungen von althochdeutsch ' ‚dorthin‘, siehe »dar-«) hat sich das auslautende -r gehalten und gilt dort als „Hiattrenner“. Seit Beginn seiner Bezeugung im Deutschen wird das aus jenen Formen hervorgegange da auch als Konjunktion verwendet. Es leitet bis ins 18. Jahrhundert konditionale, konzessive und adversative Gliedsätze ein, in den älteren Sprachstufen außerdem Temporalsätze, doch geht diese Funktion im Neuhochdeutschen an das nachfolgend behandelte zweite Erbwort über.

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Reime auf da

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Rang 50 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 6,37. Damit gehört es zum Grundwortschatz, den jede Deutschlernende und jeder Deutschlernende als Erstes braucht. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.

Wörter in der Nähe

Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.