Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Beamter

Substantiv, maskulin[bəˈʔamtɐ]Be · am · terTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Beamter (Substantiv) bedeutet: im statusrechtlichen Sinne, durch das Arbeitsverhältnis begründet: öffentlich Bediensteter mit hoheitlichen Aufgaben und oft besonderen Pflichten (in Deutschland zum Beispiel kein Recht auf Arbeitskampf) sowie besonderen Privilegien (zum Beispiel Unkündbarkeit und/oder Pensionsansprüche). Häufige Synonyme sind Staatsdiener, Bediensteter, Sesselfurzer.

Bedeutung

  1. im statusrechtlichen Sinne, durch das Arbeitsverhältnis begründet: öffentlich Bediensteter mit hoheitlichen Aufgaben und oft besonderen Pflichten (in Deutschland zum Beispiel kein Recht auf Arbeitskampf) sowie besonderen Privilegien (zum Beispiel Unkündbarkeit und/oder Pensionsansprüche)
  2. im haftungsrechtlichen Sinne, durch die Arbeitsaufgabe begründet: Person, der öffentliche Gewalt anvertraut ist, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt
  3. historisch und regional umgangssprachlich: Angestellter, dessen Tätigkeit an einen Beamten erinnert (ganz besonders ein Mitarbeiter einer Bank)

Beispielsätze

  • In Deutschland sind viele Lehrer an öffentlichen Schulen Beamte.
  • „Zurzeit werden die Vernehmungen der Augenzeugen und der beteiligten Beamten noch fortgesetzt.“
  • Früher waren auch die Beschäftigten der Post Beamte.
  • Unter Mandarinen versteht man hohe Beamte im kaiserlichen China.
  • „Es kamen eine Beamtin und ein Beamter in Zivil, sehr höflich, auf eine Weise exakt, die ihnen wahrscheinlich als ›angenehm wirkend‹ einexerziert worden war.“
  • „Der Beamte Perking hob leicht den linken Arm, so daß das rotseidene Innenfutter des weitgeschnittenen Ärmels sichtbar wurde.“

Synonyme für Beamter

StaatsdienerBediensteterSesselfurzerStaatsbediensteterAmtsträger, Staatsbediensteter, StaatsdienerAngestellter

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Angestellter, Arbeiter, Unternehmer

Wortfeld

Unterbegriffe

Abfertigungsbeamter, Aufsichtsbeamter, Bahnbeamter, Bundesbeamter, Gerichtsbeamter, Grenzbeamter, Justizbeamter, Justizwachebeamter, Kolonialbeamter, Kommunalbeamter, Kriminalbeamter, Kripobeamter, Landesbeamter, Militärbeamter, Passbeamter, Polizeibeamter, Postbeamter, Regierungsbeamter, Schalterbeamter, Staatsbeamter, Standesbeamter, Steuerbeamter, Supernumerar, Verwaltungsbeamter, Vollstreckungsbeamter, ZollbeamterEU-Beamter, US-BeamterBundeskanzler, Lehrer, Minister, Polizist, Professor, Staatsanwalt, StudienratOberbeamter, Niederbeamter, UnterbeamterKostenbeamterBankbeamter, Post-Beschäftigter, Schalterbeamter, Sparkassenbeamter

Redewendungen und typische Verbindungen

  • (Österreich) pragmatisierter Beamter
  • Beamter auf Probe, Beamter auf Lebenszeit

Herkunft

Schon im 14. Jahrhundert substantivierte Form des verkürzten Partizipialadjektivs beampt (auch 14. Jahrhundert), von einem sonst kaum benutzten Verb, das von dem mittelhochdeutschen Wort für Amt kommt. Die Herkunft von einem Adjektiv führt dazu, als weibliche Form statt des gebräuchlichen die Beamtin die seltenere Form die Beamte zu verwenden (in vielen Wörterbüchern als falsch bezeichnet oder gar nicht erwähnt).

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.