Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Bastard

Substantiv, maskulin[ˈbastaʁt]Bas · tardTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Bastard (Substantiv) bedeutet: veraltet für: uneheliches Kind, besonders eines gesellschaftlich hoch gestellten Vaters und einer Mutter aus niedrigerem Stand. Häufige Synonyme sind Arsch, Arschloch, Kreuzung.

Bedeutung

  1. veraltet für: uneheliches Kind, besonders eines gesellschaftlich hoch gestellten Vaters und einer Mutter aus niedrigerem Stand
  2. (ugs., abw., salopp) verabscheuter Mensch beziehungsweise Mistkerl
  3. (umgangssprachlich, sonst, va.) durch Rassen- oder Artenkreuzung entstandenes Tier oder entstandene Pflanze
  4. Schimpfwort: Hund[1] ohne Stammbaum, Promenadenmischung

Beispielsätze

  • „Das Kind, sofern es geboren wurde, war nichts als ein rechtloser Bastard, eine Brandmarkung, die es sein ganzes Leben lang begleitete.“
  • „Er ist ihr Lieblingssohn, Klaus der unerwünschte Bastard.“
  • „Nach einem Jahr kam die Kleine mit einem Sohn nieder, dessen Verbleib unbekannt ist, denn der König wollte, solange die Königin Maria lebte, nie etwas von den Bastarden wissen, die ihm geboren wurden.“
  • „Unter Sickerts ‚Aufsicht‘ hat unser Enkel mit einem abscheulichen Ladenmädchen anscheinend einen Bastard gezeugt.“
  • Du Bastard!
  • „‚Ich habe mir sein Vorstrafenregister angesehen. Der Bastard ist ein Stalker. Er hat seine Ex gestalkt, […]‘.“

Synonyme für Bastard

ArschArschlochKreuzungHybridKegelHybrideMischlingMistkerlHalbblutBankertBlendlingBalg; Bankert, von Bank; „der auf der Schlafbank der Magd gezeugte“Blendling, Hybride, Mischblut, Mischling, Kreuzung, Zwitter

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularBastard
Nominativ PluralBastarde
Genitiv SingularBastards
Genitiv PluralBastarde
Dativ SingularBastard
Dativ PluralBastarden
Akkusativ SingularBastard
Akkusativ PluralBastarde

Wortfeld

Oberbegriffe

Kind, Nachkommen

Unterbegriffe

Artbastard, Gattungsbastard

Redewendungen und typische Verbindungen

  • dreckiger Bastard

Herkunft

von altfranzösisch: bastard auch: fils de bast, fille de bast „rechtmäßig anerkannter außerehelicher Sohn eines Adligen“ über gleichbedeutend mittelhochdeutsch: basthart, bastart; die weitere Etymologie ist umstritten. Das Wort ist im Deutschen seit dem 13. Jahrhundert belegt. Eine populärwissenschaftliche und unbelegte Erklärung lautet: Der Name kommt vom Ägyptischen Bastet-Fest (auch Schönes Fest der Trunkenheit): Jährlich wurde das von Rausch, Musik und Ausschweifungen geprägte Fest der Trunkenheit für Bastet gefeiert („Bubasteia“), das außer für Bubastis auch in anderen Orten des Landes bezeugt ist. Eine kurze Schilderung des orgiastischen Treibens während dieses Festes findet sich bei Herodot (II 60). Seine Charakterisierung des Geschehens wird durch ägyptische Quellen untermauert, wie etwa durch eine fröhlich-derbe demotische Versdichtung des 2. Jh.s n. Chr., deren streckenweise pornographischer Inhalt offenbar im Zusammenhang mit einem Fest zu Ehren der Bastet und der Trunkenheit steht. 9 Monate später kamen nach dem Fest im Rausch gezeugte Kinder zur Welt, an deren Väter sich die Frauen nicht mehr erinnern konnten. Nach diesem Fest nennt man bis heute Kinder mit unbekanntem Vater Bastarde.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.