Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Gang

Substantiv, maskulin[ɡaŋ]GangTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

Gang (Substantiv) bedeutet: Art und Weise eines Menschen oder Tieres zu gehen. Häufige Synonyme sind Lauf, Verlauf, Bande.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. Art und Weise eines Menschen oder Tieres zu gehen
  2. Zurücklegen eines (bestimmten) Weges
  3. Erledigung einer bestimmten Besorgung, für die ein Weg zurückgelegt werden muss
  4. lang gezogener Verbindungsraum in Gebäuden, in Tierbehausungen oder im Bergbau
  5. freier Raum zwischen Sitzreihen (in Kirche, Kino, Stadion, Theater, Zug)
  6. (süddeutsch, schweiz., österr.) Hausflur
  7. (norddeutsch) enge Gasse
  8. beständiges Laufen, Betrieb einer Maschine oder eines Apparates

Beispielsätze

  • Läufer haben einen schnellen Gang.
  • „Wie schon beim für den Homo sapiens entwicklungsgeschichtlich bedeutsamen Fortschritt des aufrechten Gangs ist beim Erklettern hoher Bäume und Felsen der Abstand zum Erdboden selbst schon eine Errungenschaft.“
  • Das Pferd wechselte den Gang, es galoppierte.
  • Das Auto sprang nicht an; es war ein langer Gang nach Hause.
  • „Schon an einem der nächsten Nachmittage entschloß sich Robert zu einem Gang durch die Stadt.“
  • „Der Gang aufs Land“. Gedicht von Hölderlin.

Bedeutung als Substantiv (die)

  1. eine kriminelle Vereinigung
  2. Gruppe von Hafenarbeitern

Beispielsätze

  • Die Gang brach nachts ins Haus ein.
  • „Die Gang verstellte dem Fotografen den Weg und stellte ihm die Frage, was er denn hier mache.“
  • Die Gang hat die Aufgabe bereits erledigt.

Synonyme für Gang

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularGang
Nominativ PluralGänge
Genitiv SingularGangs
Genitiv Singular*Ganges
Genitiv PluralGänge
Dativ SingularGang
Dativ Singular*Gange
Dativ PluralGängen
Akkusativ SingularGang
Akkusativ PluralGänge

Wortfeld

Unterbegriffe

Canossagang, Elefantengang, Entengang, Knöchelgang, Krebsgang, Matrosengang, Passgang, Schaukelgang, Schlendergang, Schneckengang, Seemannsgang, Storchengang, Watschelgang, Zehengang, ZickzackgangGeschäftsgangQuergang, SeitengangAbendgang, Abgang, Erkundungsgang, Freigang, Grenzgang, Inspektionsgang, Irrgang, Kiltgang, Kirchgang, Kontrollgang, Landgang, Pirschgang, Spaziergang, Stadtgang, Strandgang, Streifengang, Stuhlgang, Tagesgang, Tauchgang, Tiefgang, Todesgang, Unterrichtsgang, Urnengang, Versehgang, Wahlgang, Weggang, WeidegangRundgang, ToilettengangKriechgang

Redewendungen und typische Verbindungen

  • den Gang einlegen - ein Getriebe schalten, (an Geschwindigkeit) zulegen
  • den Gang herausnehmen - ein Getriebe herunterschalten, bremsen
  • der Gang der Dinge - der Lauf, der Fortgang, die Entwicklung
  • einen Gang einlegen - ein Getriebe schalten, (an Geschwindigkeit) zulegen
  • einen Gang herausnehmen - ein Getriebe herunterschalten, bremsen
  • aufrechter Gang, ausladender Gang, breiter Gang, gewohnter Gang, kurzer Gang, langer Gang, schmaler Gang

Herkunft

Verbalsubstantiv zu gehen, gān, gēn, das ursprünglich ‚verlassen‘, ‚fortgehen‘; ‚leer sein‘, ‚klaffen‘ bedeutete und verwandt ist mit gähnen.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.