der Gang
Kurz erklärt
Gang (Substantiv) bedeutet: Art und Weise eines Menschen oder Tieres zu gehen. Häufige Synonyme sind Lauf, Verlauf, Bande.
Bedeutung als Substantiv (der)
- Art und Weise eines Menschen oder Tieres zu gehen
- Zurücklegen eines (bestimmten) Weges
- Erledigung einer bestimmten Besorgung, für die ein Weg zurückgelegt werden muss
- lang gezogener Verbindungsraum in Gebäuden, in Tierbehausungen oder im Bergbau
- freier Raum zwischen Sitzreihen (in Kirche, Kino, Stadion, Theater, Zug)
- (süddeutsch, schweiz., österr.) Hausflur
- (norddeutsch) enge Gasse
- beständiges Laufen, Betrieb einer Maschine oder eines Apparates
Beispielsätze
- Läufer haben einen schnellen Gang.
- „Wie schon beim für den Homo sapiens entwicklungsgeschichtlich bedeutsamen Fortschritt des aufrechten Gangs ist beim Erklettern hoher Bäume und Felsen der Abstand zum Erdboden selbst schon eine Errungenschaft.“
- Das Pferd wechselte den Gang, es galoppierte.
- Das Auto sprang nicht an; es war ein langer Gang nach Hause.
- „Schon an einem der nächsten Nachmittage entschloß sich Robert zu einem Gang durch die Stadt.“
- „Der Gang aufs Land“. Gedicht von Hölderlin.
Bedeutung als Substantiv (die)
- eine kriminelle Vereinigung
- Gruppe von Hafenarbeitern
Beispielsätze
- Die Gang brach nachts ins Haus ein.
- „Die Gang verstellte dem Fotografen den Weg und stellte ihm die Frage, was er denn hier mache.“
- Die Gang hat die Aufgabe bereits erledigt.
Synonyme für Gang
Deklination
| Nominativ Singular | Gang |
|---|---|
| Nominativ Plural | Gänge |
| Genitiv Singular | Gangs |
| Genitiv Singular* | Ganges |
| Genitiv Plural | Gänge |
| Dativ Singular | Gang |
| Dativ Singular* | Gange |
| Dativ Plural | Gängen |
| Akkusativ Singular | Gang |
| Akkusativ Plural | Gänge |
Wortfeld
Unterbegriffe
Canossagang, Elefantengang, Entengang, Knöchelgang, Krebsgang, Matrosengang, Passgang, Schaukelgang, Schlendergang, Schneckengang, Seemannsgang, Storchengang, Watschelgang, Zehengang, ZickzackgangGeschäftsgangQuergang, SeitengangAbendgang, Abgang, Erkundungsgang, Freigang, Grenzgang, Inspektionsgang, Irrgang, Kiltgang, Kirchgang, Kontrollgang, Landgang, Pirschgang, Spaziergang, Stadtgang, Strandgang, Streifengang, Stuhlgang, Tagesgang, Tauchgang, Tiefgang, Todesgang, Unterrichtsgang, Urnengang, Versehgang, Wahlgang, Weggang, WeidegangRundgang, ToilettengangKriechgang
Redewendungen und typische Verbindungen
- den Gang einlegen - ein Getriebe schalten, (an Geschwindigkeit) zulegen
- den Gang herausnehmen - ein Getriebe herunterschalten, bremsen
- der Gang der Dinge - der Lauf, der Fortgang, die Entwicklung
- einen Gang einlegen - ein Getriebe schalten, (an Geschwindigkeit) zulegen
- einen Gang herausnehmen - ein Getriebe herunterschalten, bremsen
- aufrechter Gang, ausladender Gang, breiter Gang, gewohnter Gang, kurzer Gang, langer Gang, schmaler Gang
Herkunft
Verbalsubstantiv zu gehen, gān, gēn, das ursprünglich ‚verlassen‘, ‚fortgehen‘; ‚leer sein‘, ‚klaffen‘ bedeutete und verwandt ist mit gähnen.
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.